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2011 – 6. Türchen

2011 – 6. Türchen

Rot steht nicht nur dem Nikolaus. ;)

So sieht mein Uni-Begleiter aus. Ihn hab ich bei mir, wenn ich nicht gerade Türchen 5 bei mir habe.

Er begleitet mich schon seit einigen Jahren treu und ergeben, bereits in der Schulzeit wusste ich ihn sehr zu schätzen, denn er kam an Tagen zum Einsatz, wenn ich gefühlt etwa so lange Unterricht hatte wie ich zur Schule und nach Hause unterwegs war. :)

Verziert ist er mit verschiedenen Buttons: der große grüne ist vom Kirchentag 2011, der weiße “Guten Tag” links und der grüne “Reklamation” rechts sind Wir-sind-Helden-Support. Der weiße in der Mitte ist mein Abi-Button (vom Jahrgang davor entworfen und verkauft, geschickte Geschäftsidee) und der weiße darüber ist mein Ökobaum-Button, also ein FÖJ-Andenken.

Und ja, man sieht es doch, er kommt aus dem großen schwedischen Möbelhaus. ;)

Quickie: Oh.

Quickie: Oh.

Um mal wieder zu bloggen, kommt nun dieser kleine Lagebericht:

KickOff läuft. Man weiß zwar immer noch nicht genau, wie man nun Fußball mit Kirche verbinden soll (oder Kirche mit Fußball?), aber wir haben Spaß und Erfolg. Hoffen wir, dass auch die deutschen Fußballjungs morgen Erfolg haben. Dann würde unser Erfolg ebenso wie der ihre weitergehen. Schön wärs. :)

Abi – das wars. Abistreich hab ich geschwänzt, aber die Entlassung war schön. Auch wenn es Pannen wie zwei vergessene Zeugnisse gab – die Reden waren gut bis megasuperüberragendgenial und insgesamt war es echt okay. Sektempfang haben wir links liegen gelassen, stattdessen ein paar Fotos und dann Essen gegangen, chinesisches Buffet. Sehr gut. Dann am Abend der Ball… na ja. Okay. Irgendwann um eins war mir plötzlich schlecht. Das wars dann. Auch gut. Hm. Na ja. Weiter gehts.

Heute einen Gartentag eingelegt, mit der Familie die Sommeraufgaben besprochen, dann Rasen gemäht, Wäsche erledigt. Danach noch in der Sonne gesessen, Cappu getrunken und gelesen. Kinderbücher können ja so schön sein. ♥

Und nun? Mein Zimmer etwas auf Vordermann bringen.

Morgen Abend wieder KickOff, vormittags evtl. zur Schule (wobei ich überlege, ob ich mir das wirklich antun muss… schließlich ist Ferienbeginn und damit Saufgelage in der Stadt angesagt, ohoh…). Aber ich sollte mir die Abizeitung der Nachbarn kaufen und meine Bilingualbescheinigung abholen (wenn sie denn fertig sein sollte…). Tja. Später entscheiden.

Donnerstag ist Mitarbeiterrunde und danach noch ein rückenfreundlicher Termin, der letzte dieser Serie. Auf dass es bis nach der Freizeit reichen möge!

Freitag geht es dann abends los nach Schweden, Jugendfreizeit. Ich bin schon sehr gespannt und aufgeregt. Wird bestimmt hoffentlich super! Ich geb mein Bestes und lass die Erwartungen niedrig. Dann sollte es gehen. Also ist in den nächsten Tagen auch Packen angesagt. Und noch ein bisschen Orga-Kram.

Nach der Freizeit stehen dann die ersten Renovierungsarbeiten an meiner Wohnung an. :D

So. Das wars erstmal. Bis auf Weiteres. :D
Und es ist schon fast kein Quickie mehr, bei dieser Menge… egaaal. :D

Abi und so. Und mehr.

Abi und so. Und mehr.

Jo. Heute gabs die Wahrheit, die ganze grausame böse furchtbare akzeptable gute supergute wahnsinnige wahre Wahrheit: die Abiturnoten. *Donnerschlag*

Ich bin absolut zufrieden, glücklich, neudeutsch: happy und habe Lust auf die große Sause. Mein Schnitt ist zwar nicht der, von dem ich gewagt habe zu träumen als ich in die Oberstufe kam, aber er ist besser als erwartet und damit voll und ganz zufriedenstellend. Da ich ohnehin keine bestimmte Hürde unbedingt zu nehmen hatte, beispielsweise um einen Studienplatz zu bekommen, war alles sehr entspannt. Mündlich war ja ohnehin schon bekannt und die Klausuren sind grob so ausgefallen wie die im normalen Schulgeschehen sonst auch. Also alles im grünen Bereich. Nichts zu verbessern. Glücklich. Frei. Unbeschwert. Das Ganze gleich mit Eis gefeiert. :D

Vorhin gab es dann gleich einen Anruf von der zukünftigen “Chefin” mit einigen Terminen und sonstigen Dingen. Mein erster Arbeitstag ist festgelegt und ausgefüllt mit Büro, Kennen lernen und Kindergruppe (gleich am ersten Tag! also gleich Gedanken machen!!), die ersten beiden Wochenenden sind auch verplant. Ein freier Tag ist aber auch angekündigt. Vielleicht schaffe ich es dann, im Chor zu bleiben? Hätte ja schon was. Aber ich werde mich auch vor Ort umsehen. :)

Hach ja. Ich freue mich. Feiert! Tanzt! Singt! Lacht! Freut euch mit mir!! :D

Jetzt nur nicht durchdrehen…

Jetzt nur nicht durchdrehen…

Ruhe bewahren. Tief durchatmen. Langsam. Ruhig. Ruuhig. Alles wird gut. Alles geht seinen Gang.

Wah! Morgen Vormittag ist meine letzte Abiprüfung. Die verschobene mündliche. Ist ja schön, dass ich das nachholen darf und kann. Aber ich habe Angst! Dabei ist die eigentlich unbegründet.. na ja, jedenfalls nicht so vernünftig begründbar. Klar, es ist eine Prüfung. Klar, es zählt für meine Abiendnote. Klar, ich kann noch ganz viel dafür wiederholen, ich hätte viel mehr tun können. Aber kann man das nicht fast immer? Und will man das? Okay. Ich weiß ganz viel. Und auch wenn ich mein Wissen direkt vor mehreren Menschen preisgeben muss und nicht wie in der Klausur alles hinschreibe und die Reaktionen ers später bekomme: Es wird schon. Es ist nicht so schlimm. Die Prüfer sagen mir ohnehin nicht, ob es gut oder schlecht ist, was ich da tue und sage. Kein Grund zur Verunsicherung. Und entweder weiß ich es, was sie von mir hören wollen, oder ich weiß es nicht. Und wenn ich es weiß, ist das schön. Und wenn nicht, dann ist das kein Grund sich zu schämen. Schließlich testen die mein Wissen und nicht mein Unwissen. Und Wissen habe ich. Ich kann reden, vor anderen Menschen, vor Fremden und Bekannten, vor Jugendlichen und Erwachsenen. Ich bleibe ruhig. Und wenn ich mit einer Frage nicht klarkomme, bitte ich um eine andere. Das wird schon. Ruuhig. Ruhig, nur ruhig. Sei unbesorgt. Der Frühling kommt bald! Viele Sommer und Winter sah ich kommen und gehen.* Bald wird es wieder warm sein. Bald kannst du wieder hinaus auf die Wiese und das frische Gras fressen. Alles geht seinen Gang. Alles wird gut.

*Tomte Tummetott

Biologie Teil II.

Biologie Teil II.

Biologie. Ökologie.

Da gibt es ja so einen Haufen an Leben auf der Erde. So. Der kann einiges. Und einige können was anderes als andere. Ist das nicht toll?

Lebewesen haben einen Lebensraum, den sie mit anderen teilen. Das heißt Biozönose, also Lebensgemeinschaft, und der Ort, an dem das passiert, heißt Biotop. Der artspezifische Lebensraum heißt Habitat. Daran sind die Lebewesen meist ganz gut angepasst, denn es gibt ja so Faktoren; die sind teilweise natürlich, dann heißen sie biotische Faktoren, und teilweise unnatürlich, dann heißen sie abiotische Faktoren. Ein abiotischer Faktor ist die Temperatur. Da gibt es generell zwei Typen in der Angepasstheit daran: Säugetiere und Vögel halten ihre Körpertemperatur möglichst gleichwarm, sie sind homoiotherme Tiere; Fische und Eidechsen beispielsweise sind Konformer, sie halten ihre Temperatur nicht konstant, sind also poikilotherm. Gleichwarme Tiere nutzen Unterhautfett, Federn und Fell, um einen Wärmeverlust zu verhindern, sowie Regelmechanismen, um die Temperatur zu halten (Stoffwechselveränderungen, Umverteilung der Blutzirkulation). Solche Hilfen sind bei poikilothermen Tieren selten zu finden. Sie suchen sich nach Möglichkeit aktiv einen lebensfreundlicheren Raum auf, bei Hitze im Schatten oder unter der Erde und bei Kälte eben in der Sonne. Außerdem haben sie aber hitzebestände Proteine und Enzyme.

Die Reaktionsbreite einer Art gegenüber einem Umweltfaktor heißt ökologische Potenz. Eine schmale Potenz heißt Stenopotenz, eine breite Eurypotenz (man spricht auch von euryöken und stenöken Arten).

So weit bin ich vor einigen Tagen schon mal gekommen… dann kam der böse fiese miese grippale Infekt. Vielleicht setze ich hier in einigen Tagen wieder an? Möglich. Immerhin ist es hier sicher.

Alea iacta est.

Alea iacta est.

Der Würfel ist gefallen. Ich fahre nicht nach München. Jedenfalls nicht morgen früh. Vielleicht habe ich noch die Chance, nachzukommen. Will ich das? Kann ich das? Weiß ich nicht. Ich möchte mich irgendwohin verkriechen, bis das alles vorbei ist. Der blöde grippale Infekt, der Kirchentag, die Prüfung… alles. ._. Warum? Warum jetzt, warum ich? Das Leben kann echt hart sein.

Kirchentag ohne mich. Wise-Guys-Konzert ohne mich. Ich will doch… bitte… Ich will gesund sein. Jetzt. ._.

Na toll.

Na toll.

Da ist man die ganze Woche für Haushalt und alles drumherum zuständig, macht alles, von Telefonist über Krankenschwester bis hin zum Taxifahrer – und am Ende erwischt es einen selbst. Und das, wo doch Montag P5 ansteht. Und ich Dienstag mit allen Dank des guten Prüfungstermins nach München zum Kirchentag fahren will! Nun hab ich irgendsoeinen Grippigen Irgendwas. Na toll.

Da hilft wohl nur der Versuch, es möglichst schnell in den Griff zu bekommen. Tee trinken, ausruhen, Suppe löffeln, ausruhen, husten, Hustenlöser nehmen, ausruhen… ._.

Nur: Wann bereite ich mich auf die Prüfung vor? Ich war noch nicht mit dem Üben fertig. Und wann packe ich meine Sachen für München? Kann ich mich überhaupt prüfen lassen? Kann ich überhaupt nach München fahren?

Zur Prüfung an sich.

Zur Prüfung an sich.

Biologie.

Beispielprüfungen für die Simulation: jeweils 4 Fragen/ Aufgabenstellungen, dazu Material. → 30 Minuten Vorbereitungszeit für diese Aufgaben. Möglichst Stichpunkte notieren, Ablauf überlegen.

Prüfung: 10 Minuten Vortrag mit Notizen, aber möglichst frei, zu den Aufgaben. In dieser Zeit alles sagen, was du sagen willst! Danach 10 weitere Minuten: Fragen gestellt bekommen. Zu den Aufgaben oder zu was ganz anderem.

Während der Prüfung erfolgt keine Wertung (kein “das war jetzt aber sche**e”, aber auch kein “ja, super”). Es gibt auch keine Verbesserung oder Hinweise auf Fehler (Ausnahme: folgenschwere Fehler).

Material wird gestellt: Stifte, Papier, Folien, Tafel, Wasser, Blümchen auf dem Tisch. ;)

Möglich: in der Prüfung ergänzende/ helfende Materialien bekommen (vom Prüfer entschieden und gegeben), per Folie oder Beamer).

Gesprächspartner ist der Prüfer bzw. die Prüferin.

Grundsätzlich können alle Themen (Semesterschwerpunkte) dran kommen; Schwerpunkt liegt aber auf den abgesprochenen Themen. (Wahrscheinlich zielt die letzte Frage der zweiten Hälfte auf das fehlende Semester ab… aber das ist nicht sicher.^^)

So… das dazu. Hau rein mit dem Lernen, Schmetterling. Immunsystem, Wirbeltiere, Wirbellose, Nahrungsbeziehungen und Trophiestufen, Aufbau des Sees und der Lebensraum da, Probleme der Eutrophierung, Strategien (K und r bspw.), diverse Regeln… Lotka-Volterra und andere. Und noch mehr. Alles eben. Yo. Denn man los!

Biologie. Letzte Abiprüfung. :D

Biologie. Letzte Abiprüfung. :D

Okay, auf geht’s. Richtig? Yo! Denn: Es ist die letzte!

Bio Teil I: Das Immunsystem.

Das menschliche Immunsystem lässt sich in zwei Kategorien einteilen. Zum einen gibt es die unspezifische Abwehr, die wiederum in die Erste und Zweite Verteidigungslinie unterteilbar ist. Zur Ersten Verteidigungslinie gehören die Haut, die Schleimhäute, die Magensäure sowie die Flimmerepithelien. Die Zweite Verteidigungslinie besteht aus den Fresszellen (Phagozyten), den Entzündungsreaktionen und dem Komplementsystem. All diese Abwehrmechanismen sind angeboren. Die spezifische Abwehr, die zweite Kategorie, hingegen ist erworben. Sie besteht aus der humoralen Immunantwort und ist dafür zuständig, Informationen von Angreifern zu speichern. Doch dazu später mehr.

Die Erste Verteidigungslinie
Die Haut verfügt über einen Säureschutzmantel. Dieser lässt nur bei unschädlichen Mikroorganismen der Hautflora eine Vermehrung zu. In Tränenflüssigkeit und Speichel ist Lysozym enthalten, ein Enzym, das die Zellwand vieler Bakterien zerstört.

Die Zweite Verteidigungslinie
Hier greifen drei Mechanismen ineinander: Bei einer Infektion kommt es zunächst zu einer lokalen Reaktion. Wenn Zellen zerstört werden, werden Signalstoffe wie Histamin ausgeschüttet sowie Blutzufuhr und Kapillarpermeabilität erhöht. Das führt zu Schwellung, Rötung und Erwärmung der betroffenen Partie, aber auch zu einer höheren Anzahl an Phagozyten und Thrombozyten; eine bessere und schnellere Heilung kann erfolgen.
Die Phagozyten (aus dem Knochenmark) können sich selbstständig bewegen und auch ihre Form verändern (in der Haut kommen Makrophagen vor). Nach der Phagozytose präsentiert die Phagozyte mit Hilfe eines MHC-II-Moleküls das Antigen an ihrer Zelloberfläche.
Der dritte Mechanismus, das Komplementsystem, gehört zur nicht-zellulären Abwehr. Hier wirken ca. 30 verschiedene Proteine, die inaktiv im Blut zirkulieren. Ein Zusammentreffen mit einem Antigen aktiviert sie, sodass sie sich an die Oberfläche des Krankheitserregers anlagern. Dadurch kommt es in manchen Fällen zu einer Durchlöcherung und damit Zerstörung der Zellwand, ansonsten dient das Protein zur Markierung, was eine Steigerung der Phagozytose mit sich bringt.

Definition “Antigen”: Substanz, die eine Antikörperproduktion durch das Immunsystem auslöst; besitzt Epitope; kann verschiedene Epitope tragen.

Definition “Epitop”: Molekülabschnitt  an der Oberfläche eines Antigens.

Phagozyten unterscheiden übrigens körpereigene und körperfremdeZellen daran, ob sie den Haupthistokompatibilitätskomplex haben oder eben nicht (körpereigene haben den).