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Vermeintlich kleine Dinge

Vermeintlich kleine Dinge

Wie einen vermeintlich kleine Dinge doch aus der Bahn werfen können!

Ich weiß, besonders stabil ist meine Gemütslage in der letzten Zeit echt nicht gewesen. Aber… bitte. Das kann doch mal schön und gut bleiben! Oder nicht?

Vielleicht liegt es am Wetter. Als ich zu Hause ankam, schien die Sonne, es war nicht kalt, die Herbstfarben leuchteten. Ich war gut angekommen, die Verbindung der Bahn war gut, die Züge angenehm. Und jetzt?

Mein Rücken streikt mal wieder. Der Stress, die Anspannung tun mir nicht gut. Bewegung, Ausgeglichenheit, das wäre es was ich brauche. Und jemanden, der mir meinen Rücken richtet. Ich hätte gerade lieber einen neuen. ._. “Rücken” zu haben bringt Kopfschmerzen mit sich. Also: Rücken und Kopp. Nicht schön. Wirkt sich auf alles aus, das wiederum bedingt mehr Rücken und Kopp… Teufelskreis.

Die Bahn ist doof. Ausgerechnet am nächsten Wochenende bekommen wir Schienenersatzverkehr auf meiner Strecke. Auf der Strecke, die alle nehmen. Weil es nur diese gibt. Okay, es gibt noch eine andere, aber die ist umständlicher und dauert länger. SEV dauert auch länger. Und ist noch umständlicher. Und man kann nicht mal garantiert bekommen, dass man die Anschlüsse erhält. Im Internet wird die SEV-Verbindung auch gar nicht angezeigt, sondern nur die Alternativstrecke. Aber auch ohne Garantie für Anschlüsse. Na super. Wenn nichts besonderes wäre, würd ich einfach eher fahren und dann wär es mir egal, wo ich lang fahre und wie lang es dauert und wie umständlich es ist (also nicht egal, aber es wär nicht so schlimm). Aber nein, wir feiern am Sonntag unser Chorjubiläum und gehen nach der Kirche gemeinsam Essen. Immerhin in der Stadt, also bin ich schon mal grob in der Nähe vom Bahnhof. Aber es wird stressig. Ich weiß nicht, wann ich in der Unistadt ankommen werde. Es wird wahrscheinlich sehr spät. Montag Morgen kann ich nicht fahren, nicht mal mit dem ersten Zug um halb fünf. Denn der ist erst nach Beginn des ersten Seminars des Tages am Uniort – am Bahnhof, wohlgemerkt. Nicht an der Uni. Unmöglich also. Und Mitfahrgelegenheiten? Bislang nicht in Sicht.

Das, worauf ich mich an diesem Wochenende neben meiner Familie noch besonders gefreit habe, nämlich Zeit mit meinem Freund, kommt auch zu kurz. Er hat Verpflichtungen, ich kein Auto. Erst heute Nachmittag… irgendwann. Wenn meine Eltern wieder hier sind.

Außerdem ist heute Geburtstag. Wäre, nicht ist. Es ist eher Gedenktag. Aber das nur nebenbei. ._.

Ich bin genervt. Von den Wespen, von meinem Rücken, von der Uni, von der Entfernung, von der knappen Zeit, vom Wetter, von der Deutschen Bahn, von meiner Stimmung.

Nicht einmal die Chorprobe gestern Abend hat viel geholfen. Sicher war es gut mal wieder zu singen, so richtig mit ordentlichem Einsingen und mit mehreren Leuten. Aber wenn man in 2 Stunden nur zwei Lieder schafft, von denen eigentlich eines bekannt ist und das andere ein Weihnachtslied… das frustriert ein wenig. Noch viel mehr frustriert, dass ich am superwichtigen Probenwochenende im Januar einen Uni-Blocktermin habe. Am Freitag Nachmittag. Und dass der so lange dauern wird, dass ich den letzten Zug nach Hause nicht mehr schaffen werde. Egal wie das Wetter ist. Immerhin freut sich mein Chorleiter, dass ich es trotzdem irgendwie zu den Proben schaffe. Und dass ich dabei bleiben will.

Am liebsten würd ich wieder ins Bett gehen. Wenn das denn hülfe. Aber es hilft auch nicht.

Ach ja, die Erkältung, die keine richtige ist, die nervt auch. Es sind vermeintlich kleine Dinge. Aber es sind so viele. Eigentlich sind sie gar nicht so schlimm. Irgendwie wird das wohl hinhauen. Aber es nervt. Und es stört. Ich will das nicht. ._.

ATOMKRAFT ABSCHALTEN!

ATOMKRAFT ABSCHALTEN!

Aus der Hannoverschen Allgemeinen:

>>Mahnwache in Hannover: Etwa 800 Menschen sind am Montagabend zu einer Protestkundgebung vor dem Hauptbahnhof zusammengekommen, um der Opfer der Katastrophe in Japan zu gedenken und gegen Atomenergie zu protestieren…

via800 Menschen protestierten in Hannover gegen Atomenergie Aus der Stadt Hannover / HAZ – Hannoversche Allgemeine.

WIR waren DABEI! Ich bin zwar nicht mit auf dem Bild, weil ich mich gerade im Hintergrund mit einem Freund unterhalte, aber WIR waren DA! Und das war gut so.

Mehr demnächst.

Alea iacta est.

Alea iacta est.

Der Würfel ist gefallen. Ich fahre nicht nach München. Jedenfalls nicht morgen früh. Vielleicht habe ich noch die Chance, nachzukommen. Will ich das? Kann ich das? Weiß ich nicht. Ich möchte mich irgendwohin verkriechen, bis das alles vorbei ist. Der blöde grippale Infekt, der Kirchentag, die Prüfung… alles. ._. Warum? Warum jetzt, warum ich? Das Leben kann echt hart sein.

Kirchentag ohne mich. Wise-Guys-Konzert ohne mich. Ich will doch… bitte… Ich will gesund sein. Jetzt. ._.

Von Drachen und Ähnlichem.

Von Drachen und Ähnlichem.

Es gibt Drachen, die mag ich. Die sind mir sympathisch. Dazu gehört Eragons Drache genauso wie der aus Cornelia Funkes Buch “Drachenreiter”. Bestimmt gibt es noch ein paar andere, jetzt gerade reichen diese Beispiele aber aus. Denn ich schreibe heute aus einem nicht-positiven Anlass, nicht über die lieben, guten, netten Drachen, sondern über einen Hausdrachen. Und den mag ich nicht. Das tut mir leid; ich kann nicht sagen, dass ich ihn hasse, denn ich hasse niemanden. Hassen ist zu stark. Aber ich mag ihn nicht und das hat gute Gründe.

Nein, ich schreibe nicht. Ich verschweige zwar auch nicht, denn geredet habe ich schon und werde es wohl auch erneut tun müssen, damit sich die Probleme beseitigen lassen. Doch heute will ich nur kurz festhalten, dass es schwierig ist, mit einem Hausdrachen umzugehen. Anscheinend vorherrschendes Denken dieser Gestalt ist nämlich “mein Schatz” und “alles meins”, um weiter in der Literatur zu bleiben. Das tut weh, vor allem, wenn es sich um gemeinschaftlich zu Nutzendes handelt, Räumlichkeiten, Geschirr und anderes. Es ist bitter, wenn der Lohn für freiwilliges, ehrenamtliches, anstrengendes und nervenaufreibendes, aber dennoch oft schönes und gewinnbringendes Engagement aus Anfeindungen wie bösen Worten, Blicken und Unterstellungen sind. Übertreibungen gehören ebenso zum Repertoire dieser Gestalt wie Unterschlagungen. Genauso das Denken in Gruppen: “ICH, also diese Gestalt, beherrsche dieses Gebiet, alles ist mir untertan, das war schon immer so und soll auch so bleiben. All das, was mir nicht passt, ist ein großer Störfaktor, den es zu beseitigen gilt, mit welchen Mitteln auch immer. Regeln? – nur wenn es meine eigenen sind. Aber die kann ich zu jeder Zeit nach meinem Gutdünken ändern. Ha! IHR seid die Störenfriede, die alles in Beschlag nehmen. Ihr seid in mein Reich eingedrungen. Egal was ihr macht, es ist nervig und störend. Ihr hinterlasst immer alles dreckig, macht alles kaputt, nervt und stört jeden, vor allem mich. Wenn irgendetwas passiert, gehe ich zuerst zu euch und beschuldige euch. Seid ihr gerade nicht in der Nähe, dann kann ich euch bei den anderen anschwärzen. In meinem Reich habe ich das Sagen – ihr seid nichts. Maßt ihr euch etwa an, meine Herrschaft in Frage zu stellen? Euch werde ich es zeigen! Wo habt ihr meinen Besen gelassen?!”

Nun habe ich es doch getan. Aber es brannte und brennt so auf der Seele. Man möge es mir verzeihen. Ich möchte nicht hart sein. Ich möchte jeden akzeptieren, jede Meinung anhören und verstehen, zumindest will ich es versuchen. Ich möchte die Anfeindungen nicht zurückgeben, ich möchte auf normaler Ebene reden, nicht vorwerfen, nicht verteidigen müssen. Es ist schwer.

Die Sache mit dem Phönix

Die Sache mit dem Phönix

There was a silly damn bird called a Phoenix back before Christ: every few hundred years he built a pyre and burned himself up. He must have been first cousin to Man. But every time he burnt himself up he sprang out of the ashes, he got himself born all over again. And it looks like we’re doing the same thing, over and over, but we’ve got one damn thing the Phoenix never had. We know the damn silly thing we just did. We know all the damn silly things we’ve done for a thousand years, and as long as we know that and always have it around where we can see it, some day we’ll stop making the goddam funeral pyres and jumping into the middle of them. We pick up a few more people that remember, every generation. (Ray Bradbury: Fahrenheit 451; wikiquote)

Tja. Das ist sie also, die Sache mit dem Phönix in diesem Buch. Ich wusste doch, dass es darin vorkommt. Hätte ich es noch mal gelesen, hätte ich es auch heute Vormittag in der Klausur gewusst. Aber gut… fürs Abi weiß ich es dann. Und nun auch fürs Leben. Hoffentlich.

Okay… der Vergleich mit Atlanta: Read the rest of this entry

Leben.

Leben.

“Man hat viel Freude davon, dass man lebt. Freilich auch viel Ärger. Aber wenn man nicht lebte, was hätte man dann? Keine Freude. Nicht einmal Ärger. Sondern gar nichts! Überhaupt nichts! Also, dann habe ich schon lieber Ärger.”

So klug schreibt Erich Kästner in seinem Buch “Als ich ein kleiner Junge war”. Gelesen habe ich es schon vor einer halben Ewigkeit und es da ganz wunderbar gefunden. Diese Stelle fand ich so gut, dass ich sie mir auf einem Notizzettel festgehalten habe, der mir nun beim Aufräumen einer Schublade in die Hände fiel. ♥