Do you remember…?

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Music was my first love… ♥

Do you remember… once upon a time…

Damals gab es noch diese Plastikdinger, wie hießen die noch? Schallplatten sind ja immer noch in Gebrauch, DJs brauchen die, Musiker mit Profil verwenden sie neben CDs. Doch diese Plastikdinger mit dem schwarzen Magnetband, wie hießen die noch? Kennst du die noch? Weißt du, es gab damals den Walkman, da konnte man die reinstecken und dann damit durch die Gegend laufen, während man Musik hörte! Draußen! Bis die Batterien leer waren… Manchmal hatte man Bandsalat. Dann war nicht nur die Kassette kaputt – ah, genau, so heißen die! – sondern im schlimmsten Fall auch gleich das Abspielgerät. Na toll. Wenn man Glück hatte und geschickt war, konnte man aber beides retten: Schön das Band wieder aufwickeln, mit dem kleinen Finger in dem Loch oder mit einem Stift. Aber schön vorsichtig!

Ach ja. Das waren Zeiten. Dann kamen die CDs auf den Markt. Spiegelplatten. Mit ihnen kam der Diskman, der war so wie ein Walkman, nur eben für CDs. Viele CDs musste man auf Kassetten überspielen, um im Auto oder im Bad weiterhin seine neuen Liblingslieder hören zu können, denn da hatte man noch keinen CD-Spieler. Oder um wieder Mixtapes zu machen, für sich oder zum Verschenken. Tjaa…

Und nun gibt es MP3-Player, iPods und mehr. Sogar manches Handy spielt Musik ab. Vergessen sind die Kassetten.

Oder doch nicht? Verdrängt auf jeden Fall. CDs und MP3s haben ihre Vorteile. Kein Bandsalat, kein Zurückspulen, kein Umdrehen. Der Klang ist klar, deutlich. Kein Rauschen. Top-Aufnahmen. Mit neuester Technik verfeinert. Sogar die alten Aufnahmen kann man in ungeahnter Qualität genießen.

Und dennoch. Die Kassette hat noch nicht ganz ihren Reiz verloren. Ich hab gestern zufällig auf Play gedrückt, dachte, dass meine Stereoanlage auf „CD“ geschaltet war. Statt des Drehens der CD hörte ich das Klicken der Kassette, die zum Abspielen bereit gemacht wird, dann das vertraute Abspulen des Bandes, ein Rauschen, das sich über die Musik legt, und dann die Musik. Ein Radiomitschnitt. Wunderbar. Ein herrlicher Zauber war dieser Situation zu eigen. Ich wollte den Beginn des Mitschnitts oder zumindest des Liedes finden, spulte zurück, spielte wieder ab. Immer noch dieses Lied. Weiterspulen. Abspielen. Immer noch das Lied. Länger spulen. … Abspielen. Ein anderes Lied, aber nicht der Anfang des Mitschnitts. Weiterspulen. Spulen bis zum Anschlag, bis zum Beginn. Klick. DsssDsssDsssDsss –

Ver***. Hmpf. Ich hatte vergessen, dass sich jede Kassette in diesem Kassettendeck verkantet, wenn sie bis zum Anschlag zurückgespult wird. Da hilft nur eins: Herumdrücken und ruckeln, bis sich das Deck öffnen lässt, das Band ein wenig per Hand vorspulen und die Kassette erneut einlegen. Abspielen. Nicht das mitgeschnittene Konzert erklingt, sondern ein anderer Radiomitschnitt. Ein Reisebericht, mitten im Bericht geht es los. Gerade kommt ein Themenwechsel, es geht nach Indien. Gebannt lausche ich dem Bericht über Tempelelefanten. Klar, warum ich das aufgenommen habe. Langsam kommt die Erinnerung zurück. Die Aufnahme ist schon lange her. Eine gefühlte Ewigkeit. Ich werde müde, schalte ab und schlafe ein. Der Zauber hält an.

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