Von Drachen und Ähnlichem.

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Es gibt Drachen, die mag ich. Die sind mir sympathisch. Dazu gehört Eragons Drache genauso wie der aus Cornelia Funkes Buch „Drachenreiter“. Bestimmt gibt es noch ein paar andere, jetzt gerade reichen diese Beispiele aber aus. Denn ich schreibe heute aus einem nicht-positiven Anlass, nicht über die lieben, guten, netten Drachen, sondern über einen Hausdrachen. Und den mag ich nicht. Das tut mir leid; ich kann nicht sagen, dass ich ihn hasse, denn ich hasse niemanden. Hassen ist zu stark. Aber ich mag ihn nicht und das hat gute Gründe.

Nein, ich schreibe nicht. Ich verschweige zwar auch nicht, denn geredet habe ich schon und werde es wohl auch erneut tun müssen, damit sich die Probleme beseitigen lassen. Doch heute will ich nur kurz festhalten, dass es schwierig ist, mit einem Hausdrachen umzugehen. Anscheinend vorherrschendes Denken dieser Gestalt ist nämlich „mein Schatz“ und „alles meins“, um weiter in der Literatur zu bleiben. Das tut weh, vor allem, wenn es sich um gemeinschaftlich zu Nutzendes handelt, Räumlichkeiten, Geschirr und anderes. Es ist bitter, wenn der Lohn für freiwilliges, ehrenamtliches, anstrengendes und nervenaufreibendes, aber dennoch oft schönes und gewinnbringendes Engagement aus Anfeindungen wie bösen Worten, Blicken und Unterstellungen sind. Übertreibungen gehören ebenso zum Repertoire dieser Gestalt wie Unterschlagungen. Genauso das Denken in Gruppen: „ICH, also diese Gestalt, beherrsche dieses Gebiet, alles ist mir untertan, das war schon immer so und soll auch so bleiben. All das, was mir nicht passt, ist ein großer Störfaktor, den es zu beseitigen gilt, mit welchen Mitteln auch immer. Regeln? – nur wenn es meine eigenen sind. Aber die kann ich zu jeder Zeit nach meinem Gutdünken ändern. Ha! IHR seid die Störenfriede, die alles in Beschlag nehmen. Ihr seid in mein Reich eingedrungen. Egal was ihr macht, es ist nervig und störend. Ihr hinterlasst immer alles dreckig, macht alles kaputt, nervt und stört jeden, vor allem mich. Wenn irgendetwas passiert, gehe ich zuerst zu euch und beschuldige euch. Seid ihr gerade nicht in der Nähe, dann kann ich euch bei den anderen anschwärzen. In meinem Reich habe ich das Sagen – ihr seid nichts. Maßt ihr euch etwa an, meine Herrschaft in Frage zu stellen? Euch werde ich es zeigen! Wo habt ihr meinen Besen gelassen?!“

Nun habe ich es doch getan. Aber es brannte und brennt so auf der Seele. Man möge es mir verzeihen. Ich möchte nicht hart sein. Ich möchte jeden akzeptieren, jede Meinung anhören und verstehen, zumindest will ich es versuchen. Ich möchte die Anfeindungen nicht zurückgeben, ich möchte auf normaler Ebene reden, nicht vorwerfen, nicht verteidigen müssen. Es ist schwer.

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