Aus meinem Alltag als FÖJ

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Als FÖJler (aka Öko) hat man allerhand zu tun: Kaffee trinken, rumsitzen, Zivis ärgern, spülen, in Pfützen plantschen, in Gummistiefeln rumrennen, zu Fuß einkaufen gehen…

Ab und an arbeiten wir aber auch richtig (wir=2 Öko-Kollegen, w+m, und ich): Drei Mal in der Woche (normalerweise) kommen Kindergartenguppen oder Schulklassen, mit denen wir dann gemeinsam mit einem Lehrer von unserem Umweltbildungszentrum in der Küche etwas backen, kochen oder basteln. Je nach Alter und „Schulart“ unterscheidet sich, was genau wir machen und wie viel wir vorbereiten und helfen müssen. Themen sind nun im Herbst gerade Apfel, Kartoffel und Kürbis, auf besonderen Wunsch eines KiGas gab es aber auch eine Waldbeerenaktion.
Wir leiten die Kinder an, geben Anweisungen, helfen; dann räumen wir auf, spülen, zwischendurch kleben wir Pflaster, trösten, hören zu… und halten den Lärmpegel aus.

An zwei Nachmittagen in der Woche finden AGs der benachbarten Grundschule bei uns statt. Wir Ökos bereiten die Stunden vor, planen, kaufen ein, basteln beispielsweise eine Ampel oder kaufen einen Kirschbaum, führen die Stunde durch, prüfen die Anwesenheit, hören zu, reden, spielen, bespaßen, räumen hinterher wieder auf und machen sauber. Einmal sind es die Kochkinder, einmal die Graslöwen, also eine Umweltgruppe.

Und wenn es bei uns grade nicht so viel und anderswo sehr viel mehr zu tun gibt, dann helfen wir auch im Nachbargebäude, beispielsweise beim Frühstück machen. Ab und an gibt es dann noch besondere Aktionen, Seminare u.a., demnächst informieren wir angehende Abiturienten über das FÖJ.

Wir machen also allerhand. Dabei lerne ich einige Dinge über Teamarbeit, kann mein schon vorhandenes Wissen und meine Erfahrung gut einbringen (muss das auch!) und ausbauen. Praktisches Alltagswissen eignen wir uns auch an, vor allem Erfahrung in der Küche. Und dann lernen wir immer noch wieder was Neues von den Kindern und über die Kinder und die Arbeit mit ihnen. Einige Beispiele aus der letzten Zeit:

  • Lass Kinder nicht alleine zum Komposthaufen gehen; sie schütten die Apfelschalen davor und nicht hinein, selbst wenn sie wissen wo das Zeug hinsoll.
  • Auch wenn Kinder sagen, dass sie Eier aufschlagen und auch trennen können und dass sie das schon Zuhause gemacht haben – lass sie das nicht machen! Das Eigelb und die Schale vermischen sich nahezu untrennbar mit dem Eiweiß – steif schlagen unmöglich, wenn kein umständlicher Rettungsprozess folgt.
  • Wie beschäftige ich eine Gruppe Kinder im Regen draußen? Ich lasse sie einen Baum pflanzen! Dazu braucht man nämlich ein großes Loch, allein das Schaufeln dauert ewig und macht ihnen riesig Spaß! – 11Kinder+3Schaufeln+1Loch! 😀

…Fortsetzung folgt! 😀

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  1. „Wie beschäftige ich eine Gruppe Kinder im Regen draußen? Ich lasse sie einen Baum pflanzen! Dazu braucht man nämlich ein großes Loch, allein das Schaufeln dauert ewig und macht ihnen riesig Spaß! – 11Kinder+3Schaufeln+1Loch! :D“

    Also keine offen zugänglichen Schaufeln in der nähe des Gemeindehauses lagern. Sonst bekommt unser Pastor die Konfikinder nicht mehr mit künstlichen Regenschauern zum reinkommen ^^

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