…Decke auf Kopf…

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Es ist etwa 19 Uhr, ich sitze in meinem Zimmer im Studentenwohnheim und hab das Gefühl die Decke fällt mir auf den Kopf. Oder gleich der Himmel. Ausziehen ist nichts für mich. Das hab ich letztes Jahr doch schon festgestellt. Wer hat das überhaupt erfunden? Ausziehen?! Ich bin dagegen. Ich will nach Hause. So wie es jetzt aussieht, gehe ich am Donnerstag nicht zur Ersti-Party. Kann ich nicht, will ich nicht. Ich will heim. Am liebsten sofort. Klar, dann kann ich nicht studieren. Und das wollte ich doch auch… dachte ich.

Mamas Kürbisbrot ist der Hammer, total gut, dass ich davon etwas mitgenommen habe. Ich würd ihr das jetzt gerne sagen, aber sie ist bei der Chorprobe, bei der ich eigentlich auch sein sollte, wäre ich noch zu Hause. Bin ich aber nicht. Heimat ist da, wo dein Herz ist. Mein Herz ist zu Hause geblieben, glaube ich. Oder ist es nach Münster gefahren? Ebenso möglich. Fern- und Wochenendbeziehungen sind doof. Aber besser als gar nicht.

Soziologie ist auch nicht so der Knaller, glaube ich. Zumindest für mich (und einige, die ich es auf dem Flur habe sagen hören). Ich fand es ziemlich anstrengend zuzuhören. Vielleicht wird das besser, wenn man sich anständig vorbereitet. Versuch ich das nächste Mal. Klingt aber, auch ohne diesen Vorsatz, nach viel Arbeit. Aber bitte, wer hätte auch behauptet, dass ein Studium ohne Arbeit zu schaffen wäre? – Eben.

Morgen Abend ist im Wohnheim ein Barabend angesagt, also Treffen der Neuen im Keller. Ich bin ja mal gespannt… socializing.

Morgen früh bin ich aber erst mal zum überpünktlichen Vorlesungsbesuch verabredet. In der Hoffnung, dass wir so einen Platz bekommen, denn es könnte mal wieder schwierig werden. Recht war übervoll, Soziologie randvoll. Erziehungswissenschaft ist laut online-Stundenplan total überbucht. Na ja, sieht man ja morgen. Später dann, nach einer Pause, Einführung in die Sozial- und Organisationspädagogik. Und dann frei. Hoffe ich. Dann sollte ich mal in Erfahrung bringen, wo ich meine Gitarre neu besaiten kann (also wo ich Saiten herkriege und ob die mir das vielleicht machen… wäre ja das erste Mal für mich). Und zur VHS wegen des Kurses, den ich da vielleicht machen will. Und mal gucken, was sonst noch. Hm.

Lass diese Woche schnell vergehen… ich will nach Hause. ._.

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  1. Mir ging es am Anfang auch so, dass ich es grausam fand, ausgezogen zu sein. Ich habe vor zwei Jahren mit meinem Studium angefangen und wollte anfangs auch nur wieder zurück. Wieder bei Mama wohnen, es wieder gut haben, sicher sein in der gewohnten Umgebung.
    Mittlerweile würde ich nicht mehr zuhause einziehen. Ich liebe meine Wohnung. Es ist mein Reich, meine Freiheit. Für das Studium muss ich auch arbeiten. Ich war anfangs sehr elanlos, aber ich kriege den Hintern zu den richtigen Zeiten hoch 😉
    Für dich beginnt ein neuer Teil deines Lebens. Du musst dir erst etwas aufbauen, Freunde finden, dich einleben. Das braucht seine Zeit. Gib dir die Zeit, es wird besser. Es wird so gut, dass du irgendwann in deine Heimat fährst, dich freust, dass du da bist, aber auch wieder froh bist, wenn du wieder in deinen eigenen vier Wänden ankommst, weil dort eben dein Reich ist. So ging es mir. Und vielen anderen.
    Kopf hoch, am Ende wird alles gut und bei einem guten Architekten bleibt die Decke, wo sie ist 😉

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