Mein Paradies

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Wiedergefunden. Ursprünglich entstanden im Rahmen einer Deutschhausaufgabe in der 11. Klasse, dafür dann zu umfangreich geworden und immer wieder überarbeitet. Heute wieder entdeckt, leicht überarbeitet und etwas fortgeführt. Bitte sehr: Mein Paradies.

Auf einem großen Grundstück, auf dem alles üppig wächst, steht ein rot gestrichenes Holzhaus mit weißen Fenstern und Windfedern. Obstbäume sind rund um das Haus auf dem Grundstück zu finden. Vor dem Haus, rechts und links der langen Auffahrt, wächst saftiges Gras, überwuchert von bunt blühenden Feldblumen. Hinter dem Haus, ein kleines Stück unterhalb des Hügels, auf dem das Grundstück liegt, ist der See. Herrlich klares Wasser glitzert in der Sonne, nachts spiegeln sich die Sterne darin. Am Seeufer wächst Schilf, auf dem See sind Seerosen, verschiedene Sorten. Unten am See steht eine kleine Hütte, darin stehen ein Schneeschieber für den Winter und ein Kescher für den Sommer, außerdem ein Klappstuhl und eine Schaufel. Auf dem Wasser schwimmt ein Steg, am Ufer liegt ein weißes Ruderboot.

Um das Haus herum sind verschiedene weitere Gebäude:
Im sogenannten Landstreicherhaus, das dem See am nächsten (aber noch oben auf dem Hügel) steht, befindet sich ein Trimmrad und es ist eine Wärmekammer eingebaut, für die kalten, dunklen Wintertage.
Gegenüber vom Wohnhaus liegt der große Schuppen, dessen linke Hälfte einen alten Trecker versteckt. Die rechte Hälfte dient als Lager für mehrere Kajaks und Kanadier sowie deren Paddel. Links an diesen Schuppen ist eine kleine Kammer angeschlossen, in der sich das Doppelplumpsklo befindet. Geht man auf der rechten Seite am Schuppen vorbei, durch Brennnesseln und Gestrüpp, findet man nicht nur riesige Waldameisen, sondern auch den Keller. Dieser ist eine kleine Grube mit niedriger Tür, deren Wände und Decke mit Balken gestützt sind und in der man Eingemachtes und auch Wein findet.
Der Holzschuppen neben dem großen Schuppen ist mit Brennholz gefüllt, damit besonders in der kalten Jahreshälfte die Kamine im Haus befeuert werden können. Im Schuppen daneben stehen einige Fahrräder, der Rasenmäher, ein Grill und außerdem einiges an Kram… irgendwann wird der aussortiert, vielleicht.

Das Wohnhaus betritt man, wie in Schweden üblich, nicht durch die Vordertür, denn dort befindet sich die Veranda, sondern durch die Seitentür, die den Schuppen gegenüber liegt.
Im Flur, von dem aus man auch in das angebaute Badezimmer gelangt, zieht man die Schuhe aus, auch das ist in Schweden üblich. Dann betritt man die Küche, in der links von der Tür die Spüle und die Waschmaschine, gegenüber davon der Holzofen und der Elektroherd sind. Geht man geradeaus, kommt man an den Küchentisch, der unter dem Fenster steht. Von dort kann man einen Blick auf den Garten und den See weiter unten werfen. Setzt man seinen Weg fort, so kommt man an Schränken mit Töpfen (rechts vom E-Herd) und Geschirr und Besteck (hinter dem Tisch) vorbei, dann am Kühl- und Gefrierschrank, am Besenschrank, und steht schließlich, wenn man die Tür öffnet, im Wohnzimmer. Hier stehen zwei gemütliche Sofas und ein Sessel auf einem Teppich, auf einer Kommode befindet sich ein Fernseher, in einer Ecke, dem Fernseher gegenüber, ein Plattenspieler, ferner steht noch ein hoher Schrank hier. Wenn man aus dem Fenster blickt, kann man den Garten und, wie auch aus der Küche, auf den See sehen.
Geht man in der Küche an Spüle und Waschmaschine vorbei, kann man durch eine Tür in den nächsten Raum, nennen wir ihn Spielzimmer, gelangen. Hier findet man einen Tisch mit vier Stühlen, ein altes, aber voll funktionstüchtiges Radio auf einer Kommode, in der sich Spiele und allerhand mehr oder weniger nützliche Papiere und Bücher befinden, und einen Sessel. Schaut man links aus dem Fenster, erblickt man die Schuppen, geradeaus sieht man auf die Auffahrt. Rechts ist eine Tür, die ins Treppenhaus führt.
Von dort aus kann man links durch eine Tür in die Veranda gelangen und von da nach draußen, geradeaus gelangt man durch eine Tür ins untere Schlafzimmer. Rechts befindet sich die Treppe nach oben. Unter dieser ist eine Kleiderstange angebracht, an der Schwimmwesten hängen. In der Veranda stehen ein Tisch und zwei Stühle; sie wird aber kaum genutzt und ist ein wenig eingestaubt. Das Schlafzimmer beherbergt zwei Betten, eines an der Innenwand, an der auch der große Schrank steht, und eines unter dem Fenster, sowie einen zwischen den Betten befindlichen Nachtschrank.
Ist man die steile blau lackierte Treppe hinaufgestiegen, so befindet man sich in einem kleinen Flur mit einem Fenster, das zur Auffahrt zeigt, und einem Sessel. Von diesem Flur kann man in drei Räume gelangen, ein vierter Raum kann betreten werden, indem einer der beiden angrenzenden Räume durchquert wird.
Ein Schlafzimmer liegt rechts von der Treppe, mit einem Fenster zur Auffahrt raus. Es enthält ein Doppelstockbett, einen Nachtschrank und zwei Stühle. Im hinteren Teil des Raumes ist ein Regal mit Bettzeug durch einen Vorhang abgetrennt. Auf dem Boden sorgt ein bunter Flickenteppich für nicht ganz so kalte Füße.
Dahinter liegt das obere Wohnzimmer: Hier stehen um einen Couchtisch Sofas und Sessel herum, eine Kommode mit Schallplatten steht an der Außenmauer, die zum See zeigt. In der Ecke gegenüber dieser Kommode befindet sich ein Kamin. Vom Wohnzimmer aus gelangt man auch auf den Dachboden, auf dem sich aber nichts Nennenswertes befindet. Durch eine Tür neben dem Kamin kann man in das Eckschlafzimmer mit Blick auf den See gehen. Hier stehen ein Doppelbett mit zwei Nachtschränken, ein großer Schrank und ein Tisch mit Stuhl, ein Sessel und eine sofaähnliche Liege.
Durch die nächste Tür (neben dem Schrank) gelangt man in das letzte Schlafzimmer, in dem ebenfalls ein Doppelbett mit zwei Nachtschränken sowie eine Kommode und zwei Stühle zu finden sind. Vom Fenster aus kann man wieder auf die Auffahrt sehen.

In viele Fenster können Fliegengitter eingesetzt werden, denn die meisten Fenster im Haus sind so konstruiert, dass man zuerst einen Flügel nach innen, dann einen Flügel nach außen öffnet und dann das Fliegengitter in den Fensterrahmen setzen kann. Das ist sehr praktisch, denn nicht nur im Hochsommer gibt es viele Mücken und Fliegen.
Im Garten fühlen sich nicht nur die menschlichen Hausbewohner wohl, auch heimische Tiere kommen vorbei. Elche, Dachse und Füchse sind die größeren Vertreter, daneben kommen auch verschiedene Vögel, Kaninchen und andere kleinere Tiere. Aber auch Eidechsen und noch kleinere Tiere kann man finden. Gerade Eidechsen bevorzugen die sonnengewärmte Holzverkleidung der Terrasse. Hat man eher Interesse daran, einen gefangenen Seebewohner auszunehmen, kann man das am Fischtisch machen, einem Steintisch im hinteren Gartenbereich. Dort befindet sich auch die Wäscheleine, die den kultivierten Teil des Grundstücks von der Wiese am Hang abgrenzt.

Geht man vorm Haus weg die Auffahrt zur Straße hinunter, so kommt man am Gesindehaus vorbei. Dieses Häuschen kann schon nicht mehr betreten werden, da unter ihm ein großer Dachsbau entstanden ist. Ob gerade ein Dachs darin wohnt, ist schwer zu sagen. Aber klar ist, dass das Haus arg baufällig ist und einer Renovierung bedarf.
Kommt man mit dem Auto, dann hört man beim Befahren der Auffahrt das Gras unten an der Karosserie rascheln.
An der Straße weist ein amerikanischer Postkasten darauf hin, dass hier ein bewohntes Haus steht. Gibt es Post, so stellt der Postbote das rote Plastikfähnchen des Postkastens auf. Aber auch der Hausbewohner kann die Fahne aufstellen, wenn er nämlich etwas dem Postboten mitgeben möchte, einen Brief oder eine Postkarte beispielsweise. Entweder legt man diese fertig frankiert hinein oder man legt genügend Geld dazu, dann erledigt der Postbote das Frankieren. Man kann ihm auch etwas anderes Nettes dazugeben.

Um zum nächsten Nachbarn zu gelangen, muss man ein gutes Stück der Straße folgen, etwa drei oder vier Kilometer wohnt er entfernt. Das bedeutet auch, dass man, wenn man so auf der Straße unterwegs ist, nicht besonders viele Menschen trifft. Gerade im Winter, wenn alles tief verschneit ist, kann es recht einsam sein. Auch bis ins nächste Dorf fährt man etwa acht oder neun Kilometer. Dort kann man tanken und einkaufen. Eine interessante und gute Einrichtung gibt es aber: Der Laden, ein Landhandel, bietet an, dass er auch ausliefert. Besonders für Ältere ist das ein guter Service. Der Ladenbesitzer selbst fährt mit seinem Auto in der Gegend herum, bringt den Leuten ihre Bestellung und isst auch schon mal mit ihnen Kuchen oder hilft beim Aufhängen der Gardinen.
Abgesehen vom Schwimmen und Bootfahren bzw. Schlittschuhlaufen und Skifahren vom eigenen Steg aus kann man ausgedehnte Spaziergänge in der näheren Umgebung unternehmen oder auch einen Ausflug zur ehemaligen Goldmine machen. Auch dort kann man Schwimmen oder Schlittschuhlaufen, eben je nach Witterung. Und man kann schöne Steine finden. Auf dem Weg ins Dorf gibt es ebenfalls einige Badestellen, eine ist sogar mit einer größeren Steganlage ausgestattet und dafür bekannt, dass sich dort selbst im Hochsommer relativ wenig Mücken tummeln – dafür umso mehr einheimische und touristische Kinder.

An dieser Stelle soll erst einmal genug geschwärmt sein. Man könnte noch viel mehr sagen – oder es sich einfach selbst ansehen. 🙂

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