Let ‚em all in

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I am Kloot – Let it all in

Im Internet entdeckt, dass es ein neues Album gibt. Festgestellt, dass es in Deutschland drei Tage früher erscheint als in Großbritannien – hier am Freitag, da am Montag. Noch mehr gefreut und beschlossen, dass ich es im Laden kaufe und nicht per Versand, weil ich am Freitag im Zug sitze und es dann schon hören will. Also etwas früher zum Zug gegangen, auf dem Weg in der Arneken zum großen Planeten und geguckt und gehofft, dass es da im Regal steht. Die Ernüchterung: Cro und Co stehen unter Neuerscheinungen, I am Kloot nicht. Beim Herren in blau angestellt, von hinten von einer Dame in blau angesprochen. Ja, sie wusste, dass es da ist. Aber wohl noch nicht einsortiert. Ein Griff von ihr in die Kiste und dann halte ich es in der Hand. Und grinse übers ganze Gesicht. 🙂

Endlich, nach S-Bahn-Fahrt und Aufenthalt, der Sitzplatz im Regionalexpress. Es ist voll, freitags-wochenendstarts-mittags-voll. Kuschelig. -.-‚ Aber gut. Bitter ist, dass das Case bereits zwei Sprünge hat. Mitnahme im vollen Rucksack im Zug ist nicht empfehlenswert. Die CD ist aber im Topzustand. Also auf geht’s, CD abgespeichert, damit das Laufwerk nicht die ganze Zeit beschäftigt ist, und PLAY.

Erstes Hören.

  1. Bullets
    Wohlbekannte Stimme. Wohlbekannte Musik. Es beginnt ruhig. Fast verhalten. Baut sich auf… und ich fühle den Sessel, in den ich mich innerlich fallen lassen kann. Die übliche Abwechslung von dominanter Gitarre und dann wieder den einzelnen Anschlägen der Gitarre. Und dann das Ende. Das ist ganz klar I am Kloot.
  2. Let Them All In
    Der Beat kommt mir neu vor. Gefällt mir auf Anhieb. Let ‚em in, let them all in – es ist der Titelsong. Natürlich als zweiter Titel – warum eigentlich? Egal. Ich bin drin. Total entspannter Song…und der Sound auch. Sinn – ich verstehe einige Wörter. Beim zweiten Hören mehr? Dann mit Booklet. (Die Damen um mich herum unterhalten sich über Altenpflege und große Pläne. Und fragen sich was ich tue und wie viel ich mitbekomme… und was ich hier eigentlich mache.) Ich bin entspannt. Vielleicht wird das mein Lieblingssong auf diesem Album.
  3. Hold Back The Night
    Ai… interessanter Beginn, vorsichtig ausgedrückt. Hold back the night…! Hm. Noch nicht mein Geschmack. Aber dann geht’s gut weiter. Mmmhm. Nicht schlecht. Anstrengend gesungen, aber der Beat nimmt mich mit. Wow, Streicher (sind die echt? Synthi? Egal – top!)! Die Parts ohne Gesang find ich überragend, aber ich bin nicht gut in den Song reingekommen. Der braucht noch mindestens ein weiteres Hören. Fulminantes Ende!
  4. Mouth On Me
    Beiläufiger Beginn, Barcharakter. Und dann folgt ein starker Song. Aber was bedeutet „I was young and I had a mouth on me“? Der Gesang gefällt mir, es fühlt sich nach einer Erzählung an. Die Musik passt. Sehr schön.
  5. Shoeless
    Interessanter Titel. Schöner Beginn. Schöner Song. Leicht, wenn man bei I am Kloot davon sprechen kann, dass ein Song leicht klingt. Hat auch was von einer Erzählung. Oder Ansprache. Oder einer Kombination. Lieblingsstelle: „throwing pebbles from the shore“!! Entspannend. Oh, schön: Shoeless in your favorite dress… 🙂
  6. Even The Stars
    Sphärischer Beginn – oder so in der Art… kann ich nicht beschreiben. Der Song gefällt mir sehr!Die Stimmen im Hintergrund irritieren im ersten Moment, passen aber gut. Runder Song, ganz I am Kloot, aber ich muss noch mit ihm warm werden. Noch kann ich mich daran aufreiben, er bewegt was in mir, aber beruhigend. Schön ausklingendes Ende.
  7. Masquerade
    Schöner Auftakt! Das ist I am Kloot? Klar, aber… wow. Das klingt freundlich. Sicher, die Spur Bitterkeit ist natürlich dabei. Was wollen sie damit sagen? Ah, die Bridge bringt noch andere Töne an. Aber nur kurz.
  8. Some Better Day
    Blechbläser. Nice! Verspricht ein schöner Song zu werden. Er erfasst mich und lässt mich nicht nachdenken… gut gemacht!
  9. These Days Are Mine
    I am Kloot? I am Kloot! Das ist neu. Auch hier sind Streicher mit von der Partie. Und über den Song erstreckt sich doch das Gefühl, das mit I am Kloot einhergeht. Aber es ist anders, neu. Vorbei? Nein, es geht noch weiter! Und noch mehr Stimmen im Hintergrund…. Länger als erwartet. Das Gefühl für den Song kommt sicher mit der Zeit.
  10. Forgive Me These Reminders
    Leiser Song. Zumindest der Anfang. Herrlich, herrlich. Das ist einer für mich. Ein schöner, sehr schöner Abschlusssong. Die Landschaft draußen hätte für einen Moment auch Schweden sein können – Sehnsucht kommt auf. Ein Lied für ruhige, ganz ruhige Momente.

Wunderbares Album. Ich bin begeistert. I am Kloot sind ganz, ganz große Klasse, das beweisen sie auch mit diesem Album wieder. Ich freue mich darauf, die Songs bald in- und auswendig zu kennen und wieder in meinem Kopf zu haben.

Kurz zum 2. Hören:
Ganz klar, Titel 2 und 3 sind Favoriten! 6 ebenso. Und 5. Und… weiterhören. 🙂
Nachtrag vom dritten Hören: Da hat mir banshee einen Streich gespielt. Ich meinte beim 2. Hören nicht den 3. Titel, aber auch an den gewöhne ich mich langsam. Welchen ich meinte, weiß ich allerdings nicht mehr. Immer schöner… 🙂

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Eine Antwort »

  1. Merci 😉 ..“Hold Back The Night“ allerdings gefiel mir schon auf Anhieb, sehr emotional, geradezu intim. Das reizt mich irgendwie. Ich bin echt schon gespannt auf das ganze Album. 🙂

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