Fertig. Weiter…

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Ich mag nicht schlafen gehen, ich mag nicht wach bleiben. Ich mag nicht schreiben, nicht denken, aber auch nicht damit aufhören. Ich mag keine Entscheidung fällen müssen, auch die Entscheidungen, die ich schon getroffen habe, mag ich nicht. Was mag ich denn? Es ist kompliziert. Ich träume und mag nicht mehr träumen. Aber ich mag auch nicht aufhören zu träumen. Das ist wohl das Hauptproblem.

Ich bin fertig. Morgen gebe ich ab. Abschlussarbeit. Eine normale Hausarbeit steht noch aus, trennt mich, ebenso wie die mündliche Abschlussprüfung, noch vom Erreichen des Abschlusses. Das kommt dann demnächst. Nächte Woche geht es schon mit dem Danach weiter, Masterstudium. Herbst. Es ist kühl geworden, kühl und nass und grau. Es ist auch bunt, der Herbst ist bunt. Aber eben auch grau und dunkel und kühl.

Ich bin umgezogen. Nach über einer Woche in der neuen Wohnung habe ich mich schon ein bisschen eingewöhnt. Wenn erst die letzten Kisten ausgepackt sind… Die Küche ist noch übrig. Das Bad ist heute fertig geworden. Ok, der Abstellraum fehlt auch noch, aber da hält man sich ja nicht auf. Meine Schreibtisch-Kisten hab ich auch noch nicht ausgepackt. Vielleicht morgen. Heute. Nach der Nacht.

Mittendrin und doch nur daneben.

Ich möchte Menschen um mich haben, Menschen nah haben, Menschen nah sein. Ich mag so viele liebe Menschen, aber ich brauche mehr Nähe. Nähe und Anerkennung. Ich möchte gesehen werden, wahrgenommen. Und nah ran gelassen werden. Körperlich und geistig.

Stimmungen um mich herum beeinflussen mich sehr. Wenn um mich herum die Türen mit besonderer Beachtung geschlossen werden, vielleicht nicht mal bewusst, dann schmerzt mich das. Ich fühle mit und weiß doch gar nicht genau, was ich da eigentlich fühle. Erzähl es mir, ich höre zu. Wenn du magst. Und sag mir, was dir nicht passt. Bitte.

Ich mag die Nacht, da ist es schön ruhig. Ich mag es, wenn die Welt ruht und ich nicht gestört und abgelenkt werde. Wenn nicht jeden Augenblick das Telefon oder die Türklingel schellt, wenn nicht unten auf der Straße viel passiert, wenn nicht ständig Autos vorbei fahren, wenn nicht bei fb ständig neue Dinge aufkommen, wenn nicht nach Mails oder sms Ausschau gehalten werden muss. Einfach sein. Nichts verpassen.

Nichts verpassen, wenn man nachts wach ist… Doch, Schlaf verpasse ich. Aber ich schlafe im Moment bis in den Vormittag hinein. Kein guter Rhythmus, ich weiß. Aber gerade machbar. Schlaf wär gut, ist aber anstrengend. Ich verarbeite im Schlaf so viel, dass ich morgens aufwache und gleich wieder schlafen könnte, um mich von der Nacht zu erholen. Morgens bzw. vormittags ist es in meinem neuen Zimmer trotzdem dunkel und leise. Nichts weckt mich oder animiert mich aufzustehen. Kein Bobbycar eines Nachbarkindes, kein brummender Kühlschrank, kein Busverkehr. Kein Paketbote, der den Nachbarn von oben mal wieder ein Klamottenpaket bringt – jetzt wohnen wir ganz oben. Was mich wecken sollte: Es ist viel zu tun. Auch viel, woran ich eigentlich Freude habe oder haben könnte. Nur nicht früh morgens, wobei es da eigentlich auch schön ist. Aber eben nicht, wenn ich noch so verschlafen bin. Früh aufstehen – echt nicht mein Ding. Lang wach bleiben schon eher.

Ich träume und will doch nicht träumen. Ich hoffe und weiß um die Hoffnungslosigkeit dieser Hoffnung. Menschen. Gefühle. Gedanken. Nähe und Distanz. Ideen, Möglichkeiten. Ängste, Sorgen, Unsicherheit. Vor allem Unsicherheit. Gefahr, Dinge aufs Spiel setzen müssen, Risiko. Abwarten.

Ich bin gespannt, was der Herbst bringt. Bereit bin ich nicht, aber es kommt sowieso. Ich lass es kommen, wappne mich. Bereit sein ist relativ. Ich passe besser auf mich auf als vor einiger Zeit. Immer besser. Das wird schon…und wenn nicht, dann kann ich hoffentlich damit umgehen.

A. B. B. F. J. J. L. S. S. – :♥: – Es schmerzt, es zieht und drückt und sticht. Mehr und weniger. Unterschiedlich. Anders. Und doch stetig, irgendwie. Wenn ich dich sehe, wenn ich an dich denke, wenn…ja wenn. Und was ist mit dir? Und dir? Und dir?

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