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Ich bin gespannt, was der Herbst bringt. Bereit bin ich nicht, aber es kommt sowieso. Ich lass es kommen, wappne mich. Bereit sein ist relativ. Ich passe besser auf mich auf als vor einiger Zeit. Immer besser. Das wird schon…und wenn nicht, dann kann ich hoffentlich damit umgehen.

Der Herbst ist bunt und grau. Aber eben auch bunt. Ich nehme immer mehr die schönen Farben wahr, versuche mich darauf zu konzentrieren. Ich schaue bewusst hin und genieße die Wirkung, die sie auf mich haben, die Farben des Herbstes, die schönen Dinge. All das. Lächeln.

Die Abschlussarbeit ist abgegeben, ebenso die letzte Hausarbeit. Es steht noch die mündliche Abschlussprüfung aus – ich bin gespannt, wann der Termin kommt und wie die Gutachten über meine ach so wichtige Arbeit aussehen. Die Arbeit selbst ist schon in die Ferne gerückt: Aktuell lese ich zwei Arbeiten anderer Korrektur, eine davon ist heute fertig geworden, die andere wird es in den nächsten Tagen. Freunde. Zudem nimmt der Beginn des Masters viel Zeit in Anspruch, da wollen Leute kennen gelernt, Seminare besucht, Texte gelesen werden. Nebenbei noch BA-Reste organisieren, ab und zu etwas für mich tun, immer gut essen… Es war stressig. Kein Wunder, dass sich am letzten Wochenende dann eine Erkältung ankündigte. Ich hab getan, was ich tun konnte: sie annehmen, mich fügen, langsamer machen und viel Tee, Ingwer und sonstiges Förderliches nehmen/veranstalten, unter anderem einen Abend vor halb 10 ins Bett. Ich – früh ins Bett? Ich könnte mich mit der Winterzeit rausreden, mach ich aber nicht, weil mich dieses Zeitumstellungsding nicht juckt, wie ich beschlossen habe. Aber ich habe die Warnung verstanden und passe noch besser auf mich auf, höre auf die Signale, tue mir Gutes.

Der Herbst ist bunt und schön, der Neustart hat etwas Magisches. Doch, ja. Ich habe Spaß daran, ich reibe mich daran, ich genieße es. All das. Und mehr. Ich wage mich vor, ich spreche mit neuen Menschen, spreche mehr mit alten Bekannten. Ich genieße. All das. Lächeln.

Lächeln – meines und das der anderen, die mich anblicken und zurück lächeln, und die mich anblicken und lächeln, weil sie mich kennen und mögen. Lächeln ist auch eine Art Nähe. Irgendwie.

Gespräche. Ich mag, dass Menschen meine Geschichte mitgehen, und dass sie mich ihre Geschichte mitgehen lassen. Es sind nur kleine Ausschnitte, aber wir treffen uns immer wieder und gehen wieder ein kleines Stück gemeinsam. Freuen uns miteinander, leiden miteinander, hoffen und bangen füreinander. Menschen. Gemeinschaft. Mit Lächeln.

Ich fahre Rad. So viel Rad bin ich vielleicht in der ganzen Studentenzeit zusammen in dieser Stadt gefahren, wie ich in den ersten eineinhalb Wochen Master-Zeit gefahren bin. Es ist herrlich, nicht in den überfüllten Bus steigen zu müssen, sondern flexibel und unabhängig durch die Stadt zu fahren. Ich lerne immer mehr Wege kennen, finde immer wieder einen besseren, legaleren Weg. Manche Wege, die ach so praktisch sind, darf man nämlich leider mit dem Rad nicht befahren. Einen bestimmten befährt ungefähr jeder. Andere sind tatsächlich sinnvoll als Fußgängerweg ausgewiesen – diese umfahre ich nun geschickt. Fußgänger zu sein ist auch schön, bei der neuen Entfernung nach dem Umzug ist das Rad aber wirklich ein sinnvoller Begleiter.

Nächste Woche bin ich dann das erste Mal für längere Zeit unterwegs. Zwei Nächte am Stück hab ich bereits außerhalb der neuen Wohnung verbracht, nun soll eine ganze Woche folgen, 5 Tage/4 Nächte mit FSJlern und dann, nach einem kurzen Umpack-Zwischenstop in der Wohnung, 2 Tage/ 2 Nächte in der Heimat. Ich bin gespannt.

Gespannt bin ich auch, ob ich den Inhalt der Seminare, den ich in der kommenden Woche verpassen werde, gut wieder aufholen kann. Ein Kurs fällt aus, immerhin. Die anderen…wird sich zeigen. Ich bleibe jedenfalls am Ball, hab ich mir vorgenommen. Auch während des Seminars. Ich will das schaffen und ich will das gut schaffen. Zwischendurch gucke ich aber auch immer wieder, ob ich noch bei mir bin und mir noch gut tue und es mir noch gut geht. Das verspreche ich mir selbst. Wird. Ist.

Einige Baustellen gibt es noch, von denen liegen einige derzeit brach, andere werden immer mal wieder angefahren, es passiert ein wenig. Andere scheinen besser voran gebracht zu werden. Das wird sich in der nächsten Zeit zeigen, denke ich. Ich bleibe dran. Bleibe dran…und denke an…

Farben. Bunte Farben. Und Lächeln. Liebes Lächeln. ❤

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