Bilder.

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Manchmal würde ich gern einen Ausdruck aus meinem Kopf erstellen. Oder von wo auch immer in mir drin, wo die Bilder entstehen und gespeichert werden. Datei→Drucken, Drucker auswählen, schwarz-weiß oder Farbe, Format, beidseitig? Egal, Hauptsache drucken, Hauptsache raus. Das hätte viele Vorteile: Ich müsste nicht umständlich beschreiben, was da in mir ist, ich könnte es einfach zeigen. Und wenn dann Missverständnisse entstehen oder Fragen offen bleiben, kann ich mit visueller Unterstützung erzählen, was in mir vorgeht. Oder ich könnte einfach die Gedankenströme, die vielen aneinandergereihten Worte ausdrucken und schwarz auf weiß vor mir liegend neu ordnen – oder vorlesen. Parallele Gedankenstränge könnten nacheinander gedruckt werden, sie kämen auf verschiedenen Papieren heraus, nicht auf einem und übereinander gedruckt. Sortiert. Ich könnte die Sachen nochmal lesen, nochmal überdenken. Und dann auch verschicken, weitergeben. Ich könnte auch Ausdrucke nehmen und abheften, weglegen, verbrennen, sie loswerden. Damit wären die Gedanken zwar nicht aus meinem Kopf verschwunden, aber die Symbolkraft zeigte bestimmt irgendeine geniale Wirkung.

Leider geht das nicht. Also versuche ich weiterhin mit mühsam zusammengeklaubten Worten auszudrücken, was mich bewegt und beschäftigt, statt es einfach auszudrucken. Was zwei kleine Punkte über einem Vokal doch für einen Unterschied machen… Manchmal aber reicht allein schon die Vorstellung.

 

Manchmal würde ich gern richtig gut zeichnen und malen können. Ich hätte die richtigen Stifte und Farben hier, das richtige Werkzeug. Dann würde ich mir Papier nehmen und über die Hand und die Stifte aus mir heraus fließen lassen, was mich beschäftigt. Ich würde es selbst visualisieren, weiterdenken, verarbeiten. Und könnte es dann zeigen und damit verdeutlichen, was in mir vorgeht. Manchmal passt es einfach, dann habe ich im entscheidenden Moment die Pastellkreiden oder die Buntstifte oder den richtigen Kuli zur Hand, dann habe ich das richtige Papier (meist ist das nicht so entscheidend), die nötige Ruhe – dann fließt es. Es kann sein, dass ich zwischendrin abbreche, dass ich nicht zufrieden bin, dass es irgendwann nicht weitergeht auch wenn ich bis dahin zufrieden war… Ganz selten läuft es, fließt es bis zum Ende und ich bin zufrieden. Das ist wirklich sehr selten. Denn meistens ist mein Anspruch zu groß und meine Kunstfertigkeit nicht genügend. Aber es hilft.

 

Manchmal hätte ich gern Animationszeichner_innen hier, denen ich am besten per Gedankenübertragung, notfalls auch mit gesprochenen Worten, mitteile, was mich beschäftigt, und die das dann in eine wundervolle Animation umsetzen. Ich habe so ein Bild in mir, das ich gern animiert hätte. Es ist mehr eine Abfolge von Bildern, daher der Wunsch nach Animation. Ich kann dieses Bild nicht richtig in Worte fassen, ich kann es nicht beschreiben, nicht zeichnen, nicht malen, nicht szenisch darstellen und nicht musikalisch untermalen. Vielleicht braucht es noch Zeit. Vielleicht.

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