Archiv der Kategorie: Tagebuch.

Fertig. Weiter…

Standard

Ich mag nicht schlafen gehen, ich mag nicht wach bleiben. Ich mag nicht schreiben, nicht denken, aber auch nicht damit aufhören. Ich mag keine Entscheidung fällen müssen, auch die Entscheidungen, die ich schon getroffen habe, mag ich nicht. Was mag ich denn? Es ist kompliziert. Ich träume und mag nicht mehr träumen. Aber ich mag auch nicht aufhören zu träumen. Das ist wohl das Hauptproblem.

Ich bin fertig. Morgen gebe ich ab. Abschlussarbeit. Eine normale Hausarbeit steht noch aus, trennt mich, ebenso wie die mündliche Abschlussprüfung, noch vom Erreichen des Abschlusses. Das kommt dann demnächst. Nächte Woche geht es schon mit dem Danach weiter, Masterstudium. Herbst. Es ist kühl geworden, kühl und nass und grau. Es ist auch bunt, der Herbst ist bunt. Aber eben auch grau und dunkel und kühl.

Ich bin umgezogen. Nach über einer Woche in der neuen Wohnung habe ich mich schon ein bisschen eingewöhnt. Wenn erst die letzten Kisten ausgepackt sind… Die Küche ist noch übrig. Das Bad ist heute fertig geworden. Ok, der Abstellraum fehlt auch noch, aber da hält man sich ja nicht auf. Meine Schreibtisch-Kisten hab ich auch noch nicht ausgepackt. Vielleicht morgen. Heute. Nach der Nacht.

Mittendrin und doch nur daneben. Lies den Rest dieses Beitrags

Werbeanzeigen

Gedanken des Nachmittags

Standard

Samstag Nachmittag im Jugendraum.

Eigentlich haben wir seit einer Dreiviertelstunde den Jugendraum für Teens von 12 bis 15 geöffnet. Eigentlich. Denn ich bin der einzige anwesende Mitarbeiter und mit nur einem Mitarbeiter darf das gar nicht, so ist die Absprache. Macht aber nix, denn Teens sind auch keine da.
Ich nutze die Zeit, um das Rümpel-Schlafsofa aufzuräumen (das ist so eins, das man aufklappen kann, darin kann man ganz toll viel Gerümpel lagern). Alte Poster werden zu Schmierpapier, die alten Zeitschriften ordentlich verstaut (wenn man denn eine Kiste oder Ähnliches hätte – also mitnehmen). Es läuft meine Musik, ein Mix aus Ludovico Einaudi und Philipp Poisel, ein bisschen Sophie Zelmani und dann noch My Sister Grenadine – mit viel Bass, weil ich ja im Jugendraum bin und das da geht. Nichts davon würden wir hier normalerweise spielen. Aber mir tut es gut. Irgendwie fühlt es sich nach Abschied an. Ich mag nicht daran denken, was aus dem Raum wird, wenn meine Mitarbeiterin und ich gehen und noch ein weiterer Mitarbeiter demnächst im Abi steckt. Klar, unser Konzept war und ist einem ständigen Wandel unterzogen. Neue Leute brachten und bringen neue Ideen, alte Leute hatten auch die ein oder andere neue Idee. Verbesserungsvorschläge, die nicht immer praxistauglich waren, was sich manches mal aber auch erst bei der Umsetzung herausgestellt hat. Oder gar erst nach aufwändig erfolgter Umsetzung.
Wie viel Ärger, Streiterei, Diskussionen, Meinungsverschiedenheiten hatten wir! Wie oft sind wir aneinander geraten, haben uns gerieben, angemacht oder gemieden, ob nun aus Nichtigkeiten oder mit triftigem Grund. Weil wir so unterschiedliche Auffassungen von Ordnung oder der Wichtigkeit von Regeln haben, weil wir uns missverstehen, aneinander vorbei reden oder einfach nur vergessen was man selbst oder der andere gesagt hat.
Wie oft habe ich mich über meine Mitstreiter aufgeregt, habe mich gekränkt, missachtet, unverstanden, zurückgesetzt, übergangen gefühlt. Wie oft musste ich feststellen, dass meine Auffassung von Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit inbegriffen, nicht so geteilt wurde wie ich es gern gehabt hätte. Ich habe gekämpft. Mit allen, für alle. Selten gegen jemanden. Wie oft habe ich einzelne Leute gegen die anderen in Schutz genommen, habe verharmlost, geschlichtet. Versucht, ein homogenes, geeintes Team hinzubekommen. Wie oft musste ich feststellen, dass ich scheiterte, dass ich vielleicht besser hätte … Wie oft habe ich darüber nachgedacht alles hinzuschmeißen. Manches Mal hätte nicht viel gefehlt und ein oder zwei Mal habe ich tatsächlich aufgegeben. Und doch bin ich immer noch hier. Ich wollte, konnte nicht loslassen. Immerhin trage ich so viel hier. Denke ich. Mittlerweile läuft auch viel ohne mein Zutun. Aber es läuft auch viel schief (ob nun mit mir oder ohne mich, lass ich dahingestellt). Ich versuchte oft, den anderen unterschwellig, heimlich, manchmal auch offensiv weiterzugeben was ich hier mache und wie ich es mache. Aber ich glaube nicht, dass viel davon rüberkommt. Vielleicht ist es auch gar nicht so gut. Oder gar nicht so wichtig. Immerhin bin ich mittlerweile distanziert genug um das festzustellen. Vielleicht lerne ich langsam das Abschiednehmen. Wer weiß, wird sich ja nach dem Sommer zeigen. Definitiv wird es schwer werden. Schließlich hab ich hier so viel Zeit verbracht. Auch wenn es, wie beschrieben, öfter mal nicht so glatt lief, hatten wir doch meist eine Menge Spaß und eine sehr schöne Zeit. Was haben wir nicht alles für coole, megakrasse Aktionen aufgestellt?! Verrückt, was wir da hingekriegt haben. Frühlingsmärkte mit 100 Priemeln, die uns nachhaltig traumatisiert haben. Martinisingen mit Gitarre, aber ohne Martinilieder, verbunden mit Spendensammlungen für die Kirchentür, die Kirchenakustikanlade, den Beamer, unseren Kicker, Weihnachten im Schuhkarton und allgemein für den Raum. Oder unsere beiden Krippenmusicals, die wir mit dem Kindergottesdienst, der Band und unseren Teens auf die Bühne gebracht haben und die echt gut waren. Wir haben das Gemeindehaus gestrichen, mehrfach KickOff mitorganisiert und getragen, bei Gemeindefesten und dem Kirchenjubiläum geholfen, bei Kirche auf Rädern im Gemeindehaus gechillt und den Kuchen bewacht (weil bei dem Schietwetter eh keiner kam). Auf dem Buurenmarkt haben wir einmal mehr, einmal weniger erfolgreich Eis verkauft, aus dem 2. Versuch wurde der legendäre PMC-Kuchen: restliche Eiswaffeln und was wir sonst gerade so über haben zu einem mehr oder minder genießbaren Kuchen zusammengematscht und mit schmelzenden Gummi-Schaumzucker-Teilen belegt. Ebenso legendär und megalustig, wenn auch megaanstrengend, waren die Wohnwochen und Übernachtungen der Mitarbeiter, ebenso wie die Weihnachtsfeiern: nachts um drei bei Mecces, Filme und Spiele bis zum Abwinken, ein Tag am See auf der Flucht vorm Hausdrachen… unglaublich cool. „Kann mal jemand die Boxen da oben rausreißen?!“ Viel Spaß brachten auch die gelegentlichen Putzaktionen, die ab und an mal nötig waren. Und nicht vergessen darf man, dass wir ja den Raum überhaupt erst selbst aufgebaut haben, eine Theke aus einem Schrank gebaut und selbst gestrichen haben, irgendwann auch ein zweites Mal mit neuem Design.
Gemeinsame Fahrten zum Kirchentag gehören zwar nicht direkt zum Jugendraum-Geschehen, zählen für mich aber in die gleiche Ecke. Auch die Konfi-Arbeit mit den Freitagabenden und den Konfirmandenfahrten – unvergesslich, was wir da für einen Spaß hatten. Wahnsinnig anstrengend, aber wahnsinnig schön. Kleinere Mitarbeiter-Sachen gehören aber genauso dazu: Teenachmittage, gemeinsame Einkaufstouren, Spaziergänge, nach der Jugendraumzeit noch bleiben und reden, Spielenachmittage und -abende und vieles mehr. Sehr witzig waren auch die „PMC im Gottesdienst“-Werbeaktionen. Unvergessen bleibt der Kampf ständig an neue Sofas zu gelangen, weil wir als professionelle Sofa-und-Fensterbank-Kletterer (oder -Turner)  sie doch sehr beanspruchen. Unser Turntalent kommt uns immer zu Weihnachten besonders zugute, wenn wir nämlich den Weihnachtsbaum in der Kirche mit selbstgebasteltem (das waren auch Aktionen für sich!) Schmuck behängen und Jahr für Jahr weniger Kugeln überleben. NEE das machen wir doch nicht mit ABSICHT! NIEMALS! 😀
Oder im Jugendraum-Alltagsgeschehen: Partys zu verschiedensten Themen, UltraStar, meine attestierte Männlichkeit beim Kickern, die Kuschelsessions auf dem Sofa, die Umarmungen zur Begrüßung und zum Abschied, das auf-dem-Tisch-tanzen. Parkplatzpartys, Mensch-ärgere-dich-nicht und Arschloch. Laute Musik!! Krisengespräche und Lachen bis zum Umfallen. Ein Raum so voll Nebel, dass der Rauchmelder anspringt (dessen Batterie gerade leer ist, weshalb er mich mit seinem Piepen nervt). Gemeinsam kochen – oder Pizza bestellen. In Karnevalsmontur mal eben was einkaufen. Auf Barhockern an der Straße sitzend Leute grüßen. Bass, bis die Gläser von der Theke fallen.

Mag ja sein, dass es Besseres gibt. Aber das hier ist meins. Ich liebe es. Auch wenn es manchmal wehtut, wenn man gegen Wände rennt, woraus auch immer sie bestehen.

Was?!

Standard

Das heißt „Wie bitte?!“!!. Ja, ich weiß. Und doch frag ich immer wieder „was?!“.

Im Moment frag ich allerdings eher „Was ist los?!“. Es passt. Alles. Ganz wunderbar. Fügung. Schicksal. Oder ist es vielleicht doch nur ein Wolkenschloss, gebaut aus unerfüllten Hoffnungen und Träumen?

Kann ich eigentlich einfach glücklich sein? Kann ich eine Situation so als gegeben annehmen? Oder will ich immer wieder scheitern?

Bin ich einfach nur zu schnell? Vorschnell? Unüberlegt und doch zu sehr überdacht?

Mist. Mist, vedammter. Der Plan war ein ganz anderer. Der lautete: Fröhlich sein, Leben genießen, Spaß haben, mitnehmen was geht. Aber möglichst nichts kaputt machen. Irgendwie klappt das nicht so wie ich mir das gedacht hab. Blöd. Und jetzt? Das Beste draus machen? Klar, gern. Nur wie?? Die Devise lautet immer noch: So wenig Schaden wie möglich. An mir und an allem um mich herum. Bitte. Vor allem bei so empfindlichen Themen… Ach je. Zurück geht es wohl nicht mehr. Also blind vorwärts. Hey, das kann ich, das mach ich öfter! Flucht nach vorn! Das Dumme ist nur: Selbst wenn man das schon öfter mal gemacht hat… man kennt zwar das Gefühl zu fallen, zu rennen, zu laufen und nicht zu wissen wohin – besser ankommen wird man darum aber nicht. Leider. Kamikazefliege. Von hier an blind. Ich weiß nicht weiter.  v.v

Standard

It was a beautiful day for bad news.

Ich bin stark. Ich bin ruhig. Ich bin groß. Ich fühle mich gut.

Ich wünsche dir und euch alles Gute und viel Glück, um es gut zu haben und glücklich zu sein.
Mir wünsche ich, dass mein Herz und mein Verstand obigem Satz uneingeschränkt, gemeinsam und andauernd zustimmten. Aber so an sich, losgelöst von allem, meine ich es so wie ich es schreibe. Hoffe ich.


Danke.

Durch das Jahr 2010

Standard

12 Blog-Artikel repräsentieren das Jahr. Jeweils ein Artikel repräsentiert einen Monat. Bitteschön:

Januar: Dunkel war’s. Tatsächlich. Es gab lichte Momente, aber viel mehr Löcher als Käse, und dabei gab es auch eine Menge Käse.

Februar: Abivorklausuren. Und noch mehr Kram. Zwischen Hoffen und Träumen und Bangen und Verdammen. Dann Schnee. Und Schule.

März: Bewerbungen, Ende der Schulzeit, Rumhängen und Lernen.

April: Neben Abistress und Party und anderem Kram gab es zu Ostern den negativen Höhepunkt des Monats – meinen Drachenkonflikt. (Mittlerweile ist der eine aber irgendwie… anders. Ungefähr Jim-Knopf-like.)

Mai: Mündliche Prüfung und Kirchentag und Urlaubs-abi-ist-gelaufen-freuden-fahrt. Sollte es werden. Tatsächlich war es: Fiese Grippe, nachgeholte Prüfung und dann die Fahrt. Nun. Ein harter Monat, aber war auch gut. 🙂

Juni: Abiergebnisse, Sommerferien. Familiär schwierige Zeit, dennoch sommerlich schön.

Juli: Schweden. Sommer. Riesenspaß und Party. Und dann die dunkle, andere Seite. Ich weine immer noch. So bildlich gesprochen. Ich vermisse. Und danke denen, die für mich da waren. :*

August: Der Sommer ist noch im Gange, Schweden, Gemeindefest, ♥.

September: Jaa… der große Bruch. Umzug…oder doch nicht. Mein Geburtstag. Die neue Arbeit. Seminare. Und anderer Kram. Und dann… der Kampf.

Oktober: Neue Arbeitsstelle. Yay. 🙂 Krass, wie schnell die Zeit vergeht. Schön, daheim zu sein. Und: tolles Konzert.

November: Langsam wird die Arbeit alltäglich. Trotzdem herrlich. Weihnachten naht.

Dezember: Adventskalender. Gedanken an den Schwedenwinter vor 5 Jahren. Und noch mehr Gedanken. Und Schnee. Und Eis. Und Weihnachten. Und ein Silvesterreinfall.

Das war’s. Das Jahr geht auf den Rest. Nun nur noch duschen, Dinner for One, essen und spielen. Guten Rutsch!

Freitagsfüller am Samstagabend

Standard

Freitags-Füller # 80

6a00d8341c709753ef01156f545708970c

Wie übrlich: meins und Vorgegebenes.

1.  Wenn ich morgen im Lotto gewinnen würde, dann hätte ich hoffentlich einen Haufen Geld, über dessen Verwendungszweck ich gut nachdenken müsste – Vermehren wäre sinnvoll.

2. Ein heißes Bad oder aber heißer Tee (Kakao…?!) ist das Beste an kalten Herbstabenden.

3.   Im Kino war ich in der letzten Zeit viel zu selten, aber es kommt auch aktuell nichts Interessantes im örtlichen Lichtspielhaus.

4. Eigentlich sollte ich wohl mein Zimmer aufräumen und Kram sortieren, aber ich habe keine Lust dazu.

5.  Zum Wachwerden benötige ich Licht und das fehlt mir in der dunklen Jahreszeit sehr.

6. Ich denke zuviel.

7. Was das Wochenende angeht, heute Freitag Abend freute ich mich auf das Konzert im Dunkeln, morgen heute habe ich an einer Kultur-Ideenwerkstatt teilgenommen, die richtig gut war, geplant und Sonntag möchte ich den Tag genießen und Zeit für mich haben, um zur Ruhe zu kommen!