Schlagwort-Archive: Krankheit

Fast ein Jahr.

Standard

Vor fast einem Jahr schrieb ich hier zuletzt. Ich schrieb über Zeit und deren Relativität. In den vergangenen Monaten las ich mir den Eintrag immer mal wieder durch und erinnerte mich an die Situation, in der ich im Februar gesteckt hatte. So viel ist in diesem Jahr geschehen! Ich habe mich ausgeruht, ich habe Telefonate geführt und wieder damit aufgehört. Ich war lange krank, so richtig körperlich krank, grippig und verschnupft und so, fast 10 Wochen lang immer wieder neu. Ich habe viele Dinge getan und noch mehr Dinge nicht getan. Ich habe Wohnungen angeschaut, mein WG-Zimmer gekündigt und bin umgezogen. Ich habe Gespräche mit Menschen geführt, die wichtig und ernst und schwierig und gut waren. Ich bin verreist, sogar mehrfach, nach Schweden (auch das mehrfach), nach Frankreich (genauer gesagt: Taizé) und habe mich in Orte verliebt: In Taizé. Weil – darum. Und erneut in Schweden, aufgrund der Stille an Silvester. Es sind Orte, an die ich zurückkehren möchte. Ich habe einem Menschen das Gitarrespielen beigebracht, so gut ich es konnte. Ich habe ein Wochenende in der Winterwaldhütte verbracht. Ich habe Dinge gekauft, gefunden, ein- und ausgepackt, verschenkt und geschenkt bekommen. So viel ist passiert, dass ich nicht mal die Highlights und besonders bedeutsamen Momente aufzählen kann. Lies den Rest dieses Beitrags

Werbeanzeigen

Wie ich nicht verreiste.

Standard

Eigentlich wäre ich jetzt in Jerusalem. In dem Jerusalem, dem in Israel. Denn eigentlich wäre ich heute morgen in Hamburg in ein Flugzeug gestiegen und nach Tel Aviv-Jaffa geflogen. Mit einer Gruppe toller Menschen. Für zwei Wochen. Hab ich dann aber doch nicht gemacht. Stattdessen sitze ich jetzt hier und schreibe. Lies den Rest dieses Beitrags

Durch das Jahr 2010

Standard

12 Blog-Artikel repräsentieren das Jahr. Jeweils ein Artikel repräsentiert einen Monat. Bitteschön:

Januar: Dunkel war’s. Tatsächlich. Es gab lichte Momente, aber viel mehr Löcher als Käse, und dabei gab es auch eine Menge Käse.

Februar: Abivorklausuren. Und noch mehr Kram. Zwischen Hoffen und Träumen und Bangen und Verdammen. Dann Schnee. Und Schule.

März: Bewerbungen, Ende der Schulzeit, Rumhängen und Lernen.

April: Neben Abistress und Party und anderem Kram gab es zu Ostern den negativen Höhepunkt des Monats – meinen Drachenkonflikt. (Mittlerweile ist der eine aber irgendwie… anders. Ungefähr Jim-Knopf-like.)

Mai: Mündliche Prüfung und Kirchentag und Urlaubs-abi-ist-gelaufen-freuden-fahrt. Sollte es werden. Tatsächlich war es: Fiese Grippe, nachgeholte Prüfung und dann die Fahrt. Nun. Ein harter Monat, aber war auch gut. 🙂

Juni: Abiergebnisse, Sommerferien. Familiär schwierige Zeit, dennoch sommerlich schön.

Juli: Schweden. Sommer. Riesenspaß und Party. Und dann die dunkle, andere Seite. Ich weine immer noch. So bildlich gesprochen. Ich vermisse. Und danke denen, die für mich da waren. :*

August: Der Sommer ist noch im Gange, Schweden, Gemeindefest, ♥.

September: Jaa… der große Bruch. Umzug…oder doch nicht. Mein Geburtstag. Die neue Arbeit. Seminare. Und anderer Kram. Und dann… der Kampf.

Oktober: Neue Arbeitsstelle. Yay. 🙂 Krass, wie schnell die Zeit vergeht. Schön, daheim zu sein. Und: tolles Konzert.

November: Langsam wird die Arbeit alltäglich. Trotzdem herrlich. Weihnachten naht.

Dezember: Adventskalender. Gedanken an den Schwedenwinter vor 5 Jahren. Und noch mehr Gedanken. Und Schnee. Und Eis. Und Weihnachten. Und ein Silvesterreinfall.

Das war’s. Das Jahr geht auf den Rest. Nun nur noch duschen, Dinner for One, essen und spielen. Guten Rutsch!

._.

Standard

._.

Sie versucht, den alten Staubsauger zu reparieren, anstatt sich einen neuen, besseren zu kaufen oder besorgen zu lassen.
Nur, um sich abzulenken, von dem Gedanken, dass er wohl nicht mehr lange bei ihr ist. Bei uns allen ist. Körperlich. Bleiben wird er immer, im Herzen. Das ist klar. ♥
Allerdings… der Körper ist schwach. Sein Körper ist schwach. Daran kann auch die Operation nichts ändern. Entgiften ist nur möglich, wenn nicht nur die primären körperlichen Gegebenheiten stimmen, sondern auch die sekundären (die Kraft) und auch die tertiären (der Wille und der Glaube).
Doch gerade die tertiären Gegebenheiten schwinden. Daran hat unter anderem ein gewisser Arzt die Schud zu tragen. Aber nun… so ist das. So und nicht anders.
Ein schnelles Ende ist nicht immer erstrebenswert.
Man steht kollektiv vor diesem Zwiespalt.
Meine Position bzgl „Schnelles Ende?“:
|| Ja O | Nein O | Weiß nicht…? X ||
Ihre
Position pendelt vermutlich zwischen den drei Möglichkeiten.
Und wo der Rest steht: Woher soll ich das wissen? ._.

Tja. 8. November 2009. 14. Juni 2010. Was hat sich verändert? Sie versucht nicht mehr, den Staubsauger zu reparieren. Ich weiß gar nicht, ob sie mittlerweile einen neuen hat. Im Garten macht sie das, was sie kann. Sie hofft, dass es bald vorbei ist. So furchtbar das auch klingen mag. Ich glaube, sie ist am Ende ihrer Kraft. Am Ende ihres Glaubens. Er wird ja doch nicht mehr gesund. Im Gegenteil. Es wird immer schlimmer. Er wird immer schwächer. Kann kaum allein gehen. Sie folgt ihm, passt auf ihn auf. Doch wer passt auf sie auf?
Vor drei Jahren ihr Fuß. Vor gut zwei Jahren er. Ein Schock. Für uns alle. Was nun? Ärztemeinung: Drei Wochen. Vielleicht drei Monate. Nun sind es zwei Jahre. Zwischendurch ging es ihm gut. Doch dann kam das Wasser. Nun muss er ständig ins Krankenhaus. Doch er darf zu Hause sein. Es sind nur ambulante Behandlungen. Der Weg wird immer beschwerlicher. Das Pflegebett steht ungenutzt im Schlafzimmer, er schläft nach wie vor im Ehebett. Sie auch. Doch sie schläft zu wenig. Pflegedienst? Pff… hilft ja doch nicht. Will er auch nicht. Und sie auch nicht. Was sonst kann sie denn für ihn tun? Lies den Rest dieses Beitrags

Entscheidung

Standard

Die vernünftigste Entscheidung meines Lebens, zumindest scheint es so, habe ich gestern Vormittag getroffen, als ich beschloss, nicht mit nach München zu fahren. Leute, ich vermisse euch nun schon! Euch und den Trubel und alles, was dazugehört. Aber wenn ich mir überlege, nun so wie ich jetzt hier bin, in einem Bulli oder Auto Kilometer für Kilometer über die Autobahn nach Stuttgart zu rollen, dort irgendwo zu übernachten und dann weiterzufahren nach München, da aufzubauen… oh man. Da sitze ich doch eigentlich ganz gerne im Schlafanzug auf dem Sofa (hab bis vor einer Stunde sogar noch im Bett gelegen und mehr oder weniger geschlafen), putze mir meine Nase, huste was das Zeug hält und hänge rum. Okay, vielleicht ist das nicht der erstrebenswerteste Zustand überhaupt, aber das kann man von Krankheit wohl selten behaupten. Immerhin bin ich nur so krank wie ich es eben bin, immerhin ist es nicht schlimmer. Und immerhin kann und darf ich es auskurieren. Antibiotikum zu nehmen, steht ja auch nicht ganz oben auf meiner Präferenzenliste, wirklich. Es ist sogar das erste Mal in meinem (zugegeben noch nicht allzu langem) Leben. Aber, um es nochmal auf den Punkt zu bringen: Ich bin echt froh, dass ich nicht mitgefahren bin. Das wäre nicht gegangen. Oder schlimmer: Es wäre voll nach hinten losgegangen. So. Ich trinke weiter Tee (mittlerweile mag ich schon fast keinen Tee mehr sehen!) und häng hier weiter rum. Macht mir bloß viele Fotos und schreibt mir bald, ihr lieben Reisenden. Wie geht es meinem Stellvertreter? 😉

Biologie Teil II.

Standard

Biologie. Ökologie.

Da gibt es ja so einen Haufen an Leben auf der Erde. So. Der kann einiges. Und einige können was anderes als andere. Ist das nicht toll?

Lebewesen haben einen Lebensraum, den sie mit anderen teilen. Das heißt Biozönose, also Lebensgemeinschaft, und der Ort, an dem das passiert, heißt Biotop. Der artspezifische Lebensraum heißt Habitat. Daran sind die Lebewesen meist ganz gut angepasst, denn es gibt ja so Faktoren; die sind teilweise natürlich, dann heißen sie biotische Faktoren, und teilweise unnatürlich, dann heißen sie abiotische Faktoren. Ein abiotischer Faktor ist die Temperatur. Da gibt es generell zwei Typen in der Angepasstheit daran: Säugetiere und Vögel halten ihre Körpertemperatur möglichst gleichwarm, sie sind homoiotherme Tiere; Fische und Eidechsen beispielsweise sind Konformer, sie halten ihre Temperatur nicht konstant, sind also poikilotherm. Gleichwarme Tiere nutzen Unterhautfett, Federn und Fell, um einen Wärmeverlust zu verhindern, sowie Regelmechanismen, um die Temperatur zu halten (Stoffwechselveränderungen, Umverteilung der Blutzirkulation). Solche Hilfen sind bei poikilothermen Tieren selten zu finden. Sie suchen sich nach Möglichkeit aktiv einen lebensfreundlicheren Raum auf, bei Hitze im Schatten oder unter der Erde und bei Kälte eben in der Sonne. Außerdem haben sie aber hitzebestände Proteine und Enzyme.

Die Reaktionsbreite einer Art gegenüber einem Umweltfaktor heißt ökologische Potenz. Eine schmale Potenz heißt Stenopotenz, eine breite Eurypotenz (man spricht auch von euryöken und stenöken Arten).

So weit bin ich vor einigen Tagen schon mal gekommen… dann kam der böse fiese miese grippale Infekt. Vielleicht setze ich hier in einigen Tagen wieder an? Möglich. Immerhin ist es hier sicher.

Alea iacta est.

Standard

Der Würfel ist gefallen. Ich fahre nicht nach München. Jedenfalls nicht morgen früh. Vielleicht habe ich noch die Chance, nachzukommen. Will ich das? Kann ich das? Weiß ich nicht. Ich möchte mich irgendwohin verkriechen, bis das alles vorbei ist. Der blöde grippale Infekt, der Kirchentag, die Prüfung… alles. ._. Warum? Warum jetzt, warum ich? Das Leben kann echt hart sein.

Kirchentag ohne mich. Wise-Guys-Konzert ohne mich. Ich will doch… bitte… Ich will gesund sein. Jetzt. ._.