Schlagwort-Archive: Lyrik

Sternennacht reloaded

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Plötzlich war mir nach Lyrik. Ein Blick ins Archiv bringt das Sternennacht-Gedicht hervor, das ich in der Schulzeit geschrieben habe, als die Aufgabe war, zu einem Gemälde ein Gedicht zu verfassen. Jetzt, mit viel Abstand, denke ich nochmal über die Reime nach. Vielleicht ist es auch doch ganz nett, wenn es sich ein bisschen mehr reimt. Ein neuer Versuch, der die Bedeutung dezent verschiebt.

Sternennacht
Müde geh ich meiner Wege
Geh des Nachts ans Dorf heran
Einsam steh ich auf dem Hügel
Von dem ich es sehen kann.

Stille liegt es in dem Tale
Liegt so ruhig, friedlich auch
Sachte wiegen sich die Wipfel
In dem lauen Abendhauch.

Dunkel ist es rings hier um mich
Wie ich auf dem Hügel steh
Und dort unten in dem Dorfe
Sanfte Lichter glimmen seh.

Oben an dem Himmelszelte
– Oh wie sind sie weit entfernt –
Hängen hell erleuchtet Sterne
Die ich überall gern hätt.

Hinter mir im dunklen Walde
Liegt die weite weite Welt
Die durch viele seltsam Dinge
Von dem Sinnen mich abhält.

Schweigend wende ich mich wieder
Um zu diesem kleinen Dorf
Nur der laue Wind streicht über
Unheilbarer Wunden Schorf.

Einsam geh ich meiner Wege
Geh des Nachts ans Dorf heran
Müde steh ich auf dem Hügel
Von dem ich es sehen kann.

Es ändert sich. Definitiv. Aber es ist spannend. Irgendwie gefällt mir das Neue. Speichern, später nochmal anschauen. Zwischenhalt. Wer weiß, was daraus wird.

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Orbit.

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Song: Alice Phoebe Lou – Orbit (in der Live-Session-Version).

One foot on the pavement and one foot in the milky way
And I’m soaring
Soaring
My branches scrape the sea of stars
My roots dig deep into this world of ours
And I’m grounded
Grounded

Einen Fuß auf dem Bürgersteig und einen in der Milchstraße, und ich steige hoch hinauf.
Meine Zweige schrammen am Sternenmeer, meine Wurzeln graben sich tief in diese unsere Welt, und ich bin geerdet.

Hin und her gerissen zwischen den Welten, tief verwurzelt und geerdet und gleichzeitig schwebend, fliegend. Lies den Rest dieses Beitrags

5x Zufall – eine Art kurzer Rückblick

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Diese Plastikdinger… do you remember?

Bibelwaffeln – nachdem hier immer mal wieder Suchanfragen zu dem Thema landen, hol ich das Rezept nochmal hervor.

Das Mondschaf – und die Erinnerung daran, dass ich doch eigentlich eine Reihe von Gedichten hier reinstellen wollte… vielleicht nach der Musik-Serie…?

Es ist echt schon über ein Jahr her! Kommt mir manchmal gar nicht so vor, sondern viel kürzer. Und manchmal Jahre länger. Mein letztes Wochenende als Schüler.

Und ein kluges Wort zum Abschluss. Thema: Leben.

6. Türchen: Die Weihnachtsmaus III.

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Und Ernst und Hans und der Papa,
Die riefen: Welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da,
Und just am Feiertage!

Nur Mutter sprach kein Klagewort,
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
Ist auch die Maus verschwunden.

Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg
Sobald der Baum geleert war,
Sobald das letzte Festgebäck
Gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei Ihm zu Haus –
Bei Fränzchen oder Lieschen –
Da gäb’ es keine Weihnachtsmaus
Dann zweifle ich ein bisschen!

Doch sag’ ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte Euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
Bleibt jedem überlassen!

5. Türchen: Die Weihnachtsmaus II.

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Da sagte jeder rundheraus:
Ich habe nichts genommen,
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
Die über Nacht gekommen.

Ein andres Mal verschwand sogar
Das Marzipan vom Peter,
Was seltsam und erstaunlich war,
Denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
Ich hab es nicht genommen,
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
Die über Nacht gekommen.

Ein drittes Mal verschwand vom Baum
An dem die Kugeln hingen,
Ein Weihnachtsmann aus Eierschaum,
Nebst andren leckren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
Ich habe nichts genommen,
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
Die über Nacht gekommen.